Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 25°C

Massive Beleidigung von Kollegen führt zur Kündigung

Ein gutes Verhältnis unter Kollegen ist wichtig für das Betriebsklima - manchmal jedoch gibt es Reibereien. Bei einer Beleidigung erlischt der Kündigungsschutz sofort, es handelt sich um eine Pflichtverletzung. Im vorliegenden Fall kam noch Einiges dazu.
Fristlos entlassen: Wer Kollegen massiv beleidigt, kann sich nicht auf Kündigungsschutz berufen. Foto: Patrick Pleul (Archiv) Fristlos entlassen: Wer Kollegen massiv beleidigt, kann sich nicht auf Kündigungsschutz berufen. Foto: Patrick Pleul (Archiv)
Mainz. 

Arbeitnehmer müssen mit einer fristlosen Kündigung rechnen, wenn sie Kollegen massiv beleidigen. In dem verhandelten Fall klagte eine Kinderkrankenschwester gegen ihre Kündigung. Die Frau arbeitete seit 1994 bei ihrem Arbeitgeber.

An einem Abend versandte die Frau, nachdem sie Alkohol getrunken hatte, eine SMS an eine Kollegin. Der Text strotzte vor Beleidigungen und Unterstellungen. Die Anrede war „Hi Arschloch”. Dann folgten weitere Beleidigungen. Ihr Arbeitgeber kündigte der Mitarbeiterin fristlos sowie hilfsweise außerordentlich mit Auslauffrist.

Die Kündigungsschutzklage der Frau blieb dann erfolglos, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Grobe Beleidigungen von Arbeitskollegen, die eine deutliche Ehrverletzung für den Betroffenen bedeuteten, seien ein erheblicher Verstoß des Arbeitnehmers gegen seine Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis. Das rechtfertige eine außerordentliche, fristlose Kündigung, entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Az.: 4 Sa 350/15).

Im vorliegenden Fall sei klar, dass die Frau ihre Kollegin in besonders grober Weise beleidigt habe. Aufgrund der Schwere der Pflichtverletzung sei auch eine vorherige Abmahnung nicht notwendig gewesen. Außerdem sei die Klägerin bereits einschlägig abgemahnt worden. Die Interessenabwägung ergebe nichts Anderes. Zwar spreche die lange Betriebszugehörigkeit für die Klägerin. Jedoch könne ein Arbeitgeber schwerwiegende Beleidigungen unter seinen Beschäftigten nicht dulden. Außerdem sei das Fehlverhalten der Frau geeignet, den Betriebsfrieden irreparabel zu zerstören.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Karriere

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse