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Personal Shopper: Über schwierige Jeans und unsichere Kunden

„Wie arbeiten Sie denn?” - Jeder Berufstätige kann über seine Zunft eine Geschichte erzählen. Doch die wirklich spannenden Fragen wagen viele nicht zu stellen. Dabei ist kaum ein Job langweilig. Diesen Monat: drei Fragen an einen Personal Shopper.
Sean St. Lewis arbeitet als Personal Shopper bei den Galeries Lafayette in Berlin. Bilder > Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn Sean St. Lewis arbeitet als Personal Shopper bei den Galeries Lafayette in Berlin.
Berlin. 

Sean St. Lewis (36) arbeitet als Personal Shopper in Berlin und moderiert im MDR. Er hat Modedesign in New York studiert, als Modedesigner gearbeitet und wurde dann Personal Shopper bei den Galeries Lafayette.

20 bis 30 Personen verpasst Sean St. Lewis pro Monat ein neues Outfit. Zu ihm kommen Promis, Geschäftsleute und Touristen. Er beantwortet drei interessante Fragen zu seinem Job:

Sind Sie manchmal neidisch auf Kleidung, die ihre Kunden kaufen?

Nein, nie. Ich habe so viele Klamotten, ich müsste gar keine Klamotten mehr kaufen. Es geht um meine Kunden, denen Freude zu geben. Manchmal freue ich mich, wenn die etwas kaufen, das außergewöhnlich ist und das sie alleine nie ausgesucht hätten. Ich mag diesen Aha-Moment, und den habe ich sehr häufig.

Bei welchem Kleidungsstück ist es sehr schwierig, zu beraten?

Es gibt keins. Jeans sind aber bei vielen ein großes Problem, weil jede Jeansmarke eine andere Passform hat. Viele möchten aber, dass die Hose von hinten und vorne gut aussieht. Und dann muss man einfach mehrere Jeans probieren. Der Kunde und ich arbeiten dabei immer im Team und finden gemeinsam die Richtung. Ich bin kein Napoleon, der sagt, so läuft es.

Sehen die Kunden am Ende alle so aus wie Sie?

Nein, aber sie sehen immer besser aus. Ich lasse keine Kundin gehen, ohne dass sie gut aussieht. Ich gucke den Typ an: Ist das ein eleganter, ein sportlicher, ein rassiger oder ein femininer Typ? Und was spricht den an? Das merkt man sehr schnell. Ich hatte zuletzt eine Frau, die sagte, sie wollte keinen leichten Orange-Ton. Den gibt es aber in verschiedenen Nuancen, in Kaschmir oder Wolle, und die Farbe ist immer unterschiedlich. Dann hat sie in einer seidenen Bluse unglaublich super funktioniert.

(dpa)
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