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Positive Antreiber können auch den Stress verstärken

Klar, Zuspruch und Lob aus dem Team können die Leistung steigern. Doch wer zu sehr auf positive Resonanz erpicht ist, kommt möglicherweise nicht mit Konflikten klar. Daher hilft es manchmal, mit den Motivatoren etwas gelassener umzugehen.
Manchen Mitarbeitern ist nichts wichtiger, als dass Chef und Kollegen mit ihnen zufrieden sind. Treten Knonflikte auf, sind sie schnell damit überfordert. Foto: Oliver Berg Manchen Mitarbeitern ist nichts wichtiger, als dass Chef und Kollegen mit ihnen zufrieden sind. Treten Knonflikte auf, sind sie schnell damit überfordert.
Hamburg. 

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, Leistung bis hin zur Perfektion - oder einfach ein Team zum Wohlfühlen. Jeder Berufstätige hat Werte oder Wünsche, die ihn bei der Arbeit antreiben. Das ist zunächst gut.

In bestimmten Situationen können diese Motivatoren aber auch in Stress umschlagen, warnt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Wer unbedingt beliebt sein will, reagiert schlecht auf negative Kritik aus dem Team. Und wer gerne die Kontrolle über Situationen behält, kommt mit Risiken weniger gut zurecht als andere.

Wer das über sich weiß, kann potenziell stressige Situationen aber vorab erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten. Das können Merksätze sein oder Fragen an sich selbst. Perfektionisten können sich zum Beispiel Parolen wie „So gut wie möglich, so gut wie nötig” einhämmern. Oder sie fragen sich, was bei einem Fehler in der aktuellen Situation die schlimmste Folge wäre. Und wer bis zur Selbstausbeutung autonom arbeitet, kann sich angewöhnen, immer wieder nach delegierbaren Aufgaben zu suchen - und so vielleicht doch etwas Entlastung schaffen.

(dpa)
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