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Wenige Frauen machen Ausbildung in technischen Berufen

Sind technische Berufe weiterhin reine Männersache? Das könnte man erst einmal meinen. Denn weibliche Auszubildende bleiben dort in der Minderheit, seit Jahren ändert sich der Frauenanteil kaum. Bestimmte technische Ausbildungen finden Frauen aber durchaus interessant.
Wenn Frauen sich für einen technischen Beruf entscheiden, dann hat er häufig eine gesundheitstechnische Ausrichtung. Foto: Patrick Pleul/dpa Wenn Frauen sich für einen technischen Beruf entscheiden, dann hat er häufig eine gesundheitstechnische Ausrichtung. Foto: Patrick Pleul/dpa
Bonn. 

Frauen entscheiden sich weiterhin eher selten für eine Ausbildung in einem technischen Beruf. Einer neuen Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zufolge lag der Frauenanteil unter den Auszubildenden in technischen Berufen im Jahr 2015 bei 12,4 Prozent.

Damit bewegte er sich auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 1993. Als technische Ausbildungsberufe galten für die Analyse alle, deren Tätigkeitsprofile hohe Technikanteile haben, weil die Beschäftigten zum Beispiel häufig Maschinen steuern oder überwachen.

Wenn sich Frauen für eine technische Ausbildung entscheiden, so sind es häufig Berufe, die eine gesundheitstechnische oder eine kreative Ausrichtung haben. Bei den Augenoptikern sind laut BIBB 72 Prozent der Auszubildenden Frauen. Hohe Frauenanteile gibt es auch unter den Auszubildenden zum Biologielaborant (66 Prozent) und beim Mediengestalter Digital und Print (60 Prozent). Dagegen gibt es in der Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker fast gar keine Frauen - hier sind 99 Prozent der Auszubildenden Männer.

Auffällig ist, dass in den weiblich dominierten technischen Berufen der Anteil an Auszubildenden mit Studienberechtigung mit 52 Prozent sehr hoch ist. Zum Vergleich: In den männlich dominierten Berufen liegt er bei nur 11 Prozent. Das könnte darauf hindeuten, dass Frauen sich vor allem für Technikberufe mit höheren Voraussetzungen interessieren, schreiben die Forscher. Der Studienberechtigtenanteil sei in diesen Berufen insgesamt überdurchschnittlich hoch. Er erkläre sich also nicht allein durch die häufig gut vorgebildeten Frauen.

(dpa)
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