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Ratgeber: Zwiebel-Prinzip hilft gegen Temperaturstreit im Büro

Trockene und überheizte Büroluft mag keiner. Doch sobald das Fenster zum Lüften geöffnet wird, gibt's gleich einen, dem es zieht. Es ist eben schwer, es jedem Recht zu machen - das gilt besonders am Arbeitsplatz. Das Zwiebel-Prinzip kann eine Lösung sein.
Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Temperaturempfinden. Es ist fast unmöglich, es im Büro jedem Recht zu machen. Man selbst kann mit dem Zwiebel-Prinzip Abhilfe schaffen. Foto: Peter Dasilva Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Temperaturempfinden. Es ist fast unmöglich, es im Büro jedem Recht zu machen. Man selbst kann mit dem Zwiebel-Prinzip Abhilfe schaffen.
Konstanz. 

Während der Büro-Nachbar schon das Sakko ablegt, zieht die Kollegin noch mal ihren Schal fester. Menschen haben ein extrem unterschiedliches Temperaturempfinden - was dem einen viel zu kalt ist, ist dem anderen gerade angenehm.

„Die Körperkonstitution spielt hier eine große Rolle”, sagt Valentin Goetz vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG). „Insbesondere Muskulatur und Unterhautfettgewebe haben einen entscheidenden Einfluss auf das jeweilige Temperaturempfinden.” Im Büro kann das für Streit sorgen.

Denn mancher heizt sein Büro gerne nach dem Prinzip Sauna, andere verfahren eher nach dem Modell Eishalle. Goetz empfiehlt deshalb das Zwiebel-Prinzip - also möglichst viele Schichten übereinander zu ziehen, die sich dann je nach Thermometerstand an- oder ablegen lassen. „Es dient der Aufrechterhaltung unserer Konzentration, wenn der Körper nicht durch einen ständigen Temperaturausgleich abgelenkt ist.” Denn dieser Ausgleich kostet Energie - die dann an anderer Stelle fehlt.

Unterschiedliches Temperaturempfinden hat aber auch Grenzen, gesetzliche zum Beispiel: Kälter als 20 Grad sollte es bei der Arbeit nicht sein, wärmer als 26 Grad aber auch nicht. Und spätestens, wenn jemand richtig kalte Füße hat oder zittert, muss etwas getan werden, sagt Goetz: „Spätestens dann kann es auch ernsthafte gesundheitliche Folgen geben.”

(dpa)

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