Berufsrecht (dpa)

Die Elternzeit ist in Deutschland genau geregelt. Dennoch kann es Streit geben. Beispielsweise darüber, wie lange sie gehen darf. Foto: Andy Rain

Hannover. In der Regel endet die Elternzeit automatisch. Es kann aber Ausnahmen geben, die jedoch einer Zustimmung durch den Arbeitgeber bedürfen. Wer eigenmächtig die Elternzeit verlängert, kann sogar gekündigt werden. mehr

An der Kantinenkasse gelten oft zwei Tarife. Gibt es einen Mitarbeiterrabatt, darf dieser nicht weitergegeben werden. Foto: Marc Tirl

Köln. Gibt es einen «Mitarbeitertarif» in der Kantine, ist der auch für Besucher reizvoll. Beschäftigte sollten dafür ihre Kantinenkarte allerdings nicht hergeben, da ernste Konsequenzen drohen können. MEHR

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Wer in einem Betrieb eigenmächtig Daten löscht, kann fristlos entlassen werden. Foto: Jochen Lübke

Frankfurt/Main. Die Daten eines Beitriebes sind ein extrem sensibler Bereich. Daher sollten Angestellte sehr achtsam mit ihnen umgehen. Der Verlust von wichtigen Informationen kann für Beschäftigte ernste Konsequenzen haben. MEHR

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Weniger Gehalt wegen entfallener Nachtarbeit? Die Zuschläge dürfen wegen einer Tätigkeit als Betriebsrat nicht entfallen. Foto: Arno Burgi

Köln. Wer tagsüber als Betriebsrat im Einsatz ist, kann trotzdem Anspruch auf Nachtzuschläge haben. Das gilt zumindest dann, wenn der Arbeitnehmer ohne Ehrenamt in der Nacht gearbeitet und Zuschläge bekommen hätte. MEHR

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Wer sich nur bewirbt, um danach eine Entschädigung wegen Diskriminierung zu erstreiten, hat Pech. Diese Klage lehnten die Richter ab. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin. Wer bei der Jobsuche etwa wegen seines Alters diskriminiert wird, kann eine Entschädigung einklagen. Das geht aber nur, wenn die Bewerbung auch ernst gemeint ist. MEHR

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Die Ausschreibung zur Wahl eines Betriebsrates muss bestimmten Anforderungen entsprechen, sonst kann sie ungültig sein. Foto: Frank Rumpenhorst

Köln. Das Ausschreiben für Betriebsratswahlen muss für alle Mitarbeiter einsehbar sein. Auch muss den Mitarbeitern klar sein, wo sie ihre Stimme abgeben können. Sonst kann die Betriebsratswahl unzulässig sein. Das stellt das Landesarbeitsgericht Köln fest. MEHR

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Eine Zeitarbeitsfirma muss bei betriebsbedingten Kündigungen eine Sozialauswahl treffen, sie kann diese nicht dem Auftraggeber überlassen. Foto: Andrea Warnecke

Lübeck. Zeitarbeitsfirmen müssen bei betriebsbedingten Kündigungen eine Sozialauswahl treffen. Sie können die Entscheidung, welcher Arbeitsplatz wegfällt, nicht den entleihenden Unternehmen überlassen. MEHR

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Arbeitnehmer dürfen ihre Kollegen nicht mit Schimpfwörtern beleidigen. Andernfalls kann eine fristlose Kündigung drohen. Foto: Jens Schierenbeck

Köln. Unter Mitarbeitern kann es schon einmal hoch hergehen. Doch bestimmte Umgangsformen sollten bei Auseinandersetzungen immer eingehalten werden. Denn Arbeitnehmer müssen mit einer fristlosen Kündigung rechnen, wenn sie Kollegen beleidigen und bespucken. MEHR

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Das Landesarbeitsgerichts Niedersachsen hat einem Arbeitgeber recht gegeben, der einen Mitarbeiter wegen sexueller Belästigung fristlos entließ. Foto: Michael Reichel

Hannover. Wer Auszubildende sexuell belästigt, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. In einem Fall war der Rauswurf sogar ohne vorherige Abmahnung wirksam. MEHR

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Die Zuweisung einer neuen Tätigkeit im öffentlichen Dienst ist unter bestimmten Umständen rechtens. Foto: Matthias Hiekel

Mainz. Wer im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, muss es hinnehmen, wenn der Arbeitgeber ihm eine neue Tätigkeit zuweist. Das gilt, wenn die Arbeit im Vertrag nicht genau umrissen ist und die neue Tätigkeit den Fähigkeiten des Mitarbeiters entspricht. MEHR

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Schichtarbeiter müssen flexibel sein. Foto: Franziska Koark

Köln. Schichtarbeiter mit Kind können nicht verlangen, nur zu bestimmten Uhrzeiten eingesetzt zu werden. Wann der Arbeitgeber Mitarbeiter einteilt, kann er entscheiden. MEHR

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Streiken (noch) nicht erlaubt: Das Bundesverwaltungsgericht verbietet beamteten Lehrern Streiks, mahnt aber Gesetzesänderungen an. Foto: Heiko Wolfraum

Leipzig. Sie durften es bislang nicht und das bleibt auch so: Beamtete Lehrer dürfen nicht streiken. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Trotz gegenläufiger Signale vom Menschenrechtsgerichtshof. MEHR

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Bekommt jemand von seinem alten Arbeitgeber ein Monatsgehalt zu viel, muss er das Geld zurückzahlen. Foto: Arno Burgi

Köln. Wird ein Beschäftigigungsverhältnis beendet, hat die Lohnstelle abschließend einiges zu berechnen. Dabei kann es auch passieren, dass der Arbeitnehmer aus Versehen zu viel Geld erhält. In einem Fall war es sogar ein ganzes Monatsgehalt. MEHR

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Wer von seinem Chef freigestellt wird, um aus dem Job gedrängt zu werden, hat Anspruch auf eine Entschädigung. Foto: Andrea Warnecke

Köln. Mitarbeiter müssen es nicht hinnehmen, wenn ihr Chef sie von der Arbeit freistellt, um sie aus dem Job zu drängen. Freistellungen dürfen nicht als Druckmittel benutzt werden, damit ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag unterschreibt. MEHR

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Private Pakete dürfen nur nach Absprache mit dem Chef ins Büro geliefert werden. Foto: Oliver Berg

Köln. Es ist praktisch: Manch ein Angestellter lässt sich private Pakete ins Büro schicken. So kommt der Einkauf immer an. Doch ohne die Zustimmung des Chefs ist das nicht erlaubt. MEHR

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Tariflich vereinbarte Urlaubstage dürfen im Einzelfall mit Krankheitstagen verrechnet werden, sofern der gesetzlich garantierte Urlaub unangetastet bleibt. Foto: Boris Roessler

Iserlohn. Wenn Angestellte krank werden, sollte sich dies nicht auf die Anzahl ihrer Urlaubstage auswirken. In einem Fall musste ein Kläger jedoch die Streichung von Urlaubstagen hinnehmen, so hatte es das Arbeitsgerichts Iserlohn entschieden. MEHR

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Streuerhinterziehung kann der Grund für eine Kündigung sein. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Foto: Daniel Reinhardt

Kiel. Wer bewusst Steuern hinterzieht, kann seinen Job verlieren. Eine Kündigung ist auch ohne vorherige Abmahnung selbst dann rechtens, wenn der Vorgesetzte von der Steuerhinterziehung weiß oder ihr sogar zugestimmt hat. MEHR

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Ein Arbeitnehmer muss unter bestimmten Umständen seinen Resturlaub verschieben. Foto: Andrea Warnecke

Nürnberg. Hat ein Arbeitnehmer bei der Rückkehr aus der Elternzeit noch viel Resturlaub, muss er diesen unter Umständen ins nächste Jahr verschieben. Zum Beispiel dann, wenn betriebliche Probleme drohen. MEHR

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Arbeitnehmer sollten sich davor hüten, Kollegen zum Blaumachen anzustiften. Foto: Jens Kalaene

Ludwigshafen. Wer einen Kollegen mehrfach zum Blaumachen auffordert, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Das hat das Arbeitsgerichts Ludwigshafen entschieden. MEHR

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Wer wegen Mobbings im Beruf Schmerzensgeld verlangt, sollte zeitnah vor Gericht ziehen. Sonst verjährt der Anspruch. Foto: Oliver Berg

Nürnberg. Wer Schmerzensgeldansprüche wegen Mobbings geltend machen will, muss rechtzeitig aktiv werden. Erst zwei Jahre nach den Vorfällen zu klagen, ist zu spät, der Anspruch ist dann verwirkt. MEHR

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Das Arbeitsgericht Berlin befand: Arbeitnehmer können die vollständige Löschung einer Abmahnung verlangen - auch wenn die Vorwürfe nur teilweise falsch sind. Foto: Uli Deck

Berlin. Bekommen Arbeitnehmer eine fehlerhaft Abmahnung, haben sie ein Recht darauf, dass sie wieder aus der Personalakte gelöscht wird. Das hat das Arbeitsgericht Berlin entschieden. MEHR

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Beschäftigte müssen die Elternzeit schriftlich beantragen und genehmigen lassen. Eine mündliche Vereinbarung ist nicht wirksam. Foto: Andrea Warnecke

Hamm. Arbeitnehmer müssen eine Elternzeit schriftlich beim Chef beantragen und genehmigen lassen. Sonst droht ihnen schlimmstenfalls die Kündigung, wenn sie nach der Geburt nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren. So urteilte das Landesarbeitsgericht Hamm. MEHR

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Wutanfall: Manchmal wird dabei nicht nur die Tastatur zerstört. Der Mitarbeiter kann sich auch selbst verletzen. Foto: Jens Kalaene

Frankfurt am Main (dpa/tmn) - Wenn ein Angestellter krank wird, erhält er weiterhin Lohn. So will es das Gesetz. Das gilt selbst dann, wenn sich der Mitarbeiter aus Rage selbst Schaden zufügt. MEHR

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Ein Chef darf seinen krankgeschriebenen Mitarbeiter laut einem Gerichtsurteil in der Öffentlichkeit fotografieren. Foto: Mascha Brichta

Mainz. Ein Arbeitnehmer, der krankgeschrieben ist, darf in der Öffentlichkeit von seinem Chef zum Beweis fotografiert werden. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschieden. MEHR

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Das Bundesarbeitsgericht hat die Kündigung von HIV-Infizierten erschwert. Foto: Arne Dedert

Erfurt. Sind HIV-Infizierte ehrlich und legen ihre Krankheit offen, überstehen sie oft die Probezeit in Unternehmen nicht. Mit einem Urteil des obersten Arbeitsgerichts dürfte sich das jetzt ändern. MEHR

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Mittagspause. Die Ruhezeit darf der Vorgesetzte nicht immer pauschal abziehen. Foto: Jens Kalaene

Hamm. Manche Arbeitgeber ziehen ihren Mitarbeitern die Zeit für die Mittagspause pauschal ab. Dabei wissen sie nicht, ob die Beschäftigten diese Ruhephase genutzt haben oder nutzen konnten. Das ist nicht immer rechtens. MEHR

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Exakt angegebene Überstunden muss der Arbeitgeber bezahlen oder mit Freizeit ausgleichen. Foto: Oliver Berg

Kiel. Wer die Bezahlung von Überstunden vor Gericht fordert, muss sie im Einzelnen belegen können. Machen Beschäftigte das, können Arbeitgeber die Angaben nicht bestreiten. Vielmehr müssen sie dann nachweisen, dass die Überstunden nicht angefallen sind. MEHR

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Ein Kind darf nicht der Grund sein, warum eine Frau eine Stelle nicht bekommt - das meint auch das Landesarbeitsgericht Hamm. Es sprach der Klägerin 3000 Euro Entschädigung zu. Foto: Marcus Führer

Hamm. Bekommt eine Frau eine Stelle nicht, weil sie ein schulpflichtiges Kind hat, kann sie dagegen vorgehen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet eine solche Diskriminierung. Das meint auch das Landesarbeitsgericht Hamm. MEHR

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Wer rückwirkend eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhält, hat Anspruch auf seine nicht genommenen Urlaubstage. Foto: Mascha Brichta

Rostock. Wer eine Rente wegen Erwerbsminderung bekommt, kann dennoch einen Anspruch auf Urlaubsabgeltung haben. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Arbeitsverhältnis noch nicht beendet ist. MEHR

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