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Alete-Babykeks erhält Negativpreis für „Werbelüge”

Ein süßer Babykeks stößt der Verbraucherorganisation Foodwatch sauer auf. Deshalb soll ein kritisch gemeinter Preis an den Hersteller gehen. Der kündigt nun Veränderungen an.
Der Goldene Windbeutel 2017 geht an Alete. Foto: Fabian Sommer/dpa Der Goldene Windbeutel 2017 geht an Alete.
Bad Homburg. 

Für einen zuckerhaltigen Babykeks ist der Nahrungsmittelhersteller Alete für den „Goldenen Windbeutel” ausgewählt worden. Der Negativpreis wird von der Verbraucherorganisation Foodwatch vergeben.

Foodwatch bezeichnete den Keks als „ dreisteste Werbelüge des Jahres ”. Das Gebäck enthalte 25 Prozent Zucker und fördere Karies. Foodwatch wollte den Preis am Firmensitz von Alete im hessischen Bad Homburg überreichen. Das Unternehmen lehnte ihn jedoch ab und wies die Vorwürfe zurück. Dennoch soll es Änderungen an dem Produkt geben.

Entgegen Empfehlungen von Medizinern biete das Unternehmen die Knabberei für Säuglinge ab dem achten Monat an, kritisierte Foodwatch. Die Organisation warf Alete vor, auf Kosten von Kindern Kasse zu machen.

„Beim Kinderkeks werden alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten”, sagte Geschäftsführer Peter Hüttmann der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem stünden auf der Verpackung deutliche Informationen an Eltern zu den Zutaten, zum Gebrauch der Kekse und zur Zahnpflege. „Das ist weder dreist noch gelogen”, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens, die vor dem Firmensitz verteilt wurde. Es liegt in keiner Weise in unserem Interesse, Verbraucher zu belügen”, hieß es dort.

Hüttmann kündigte an, die Rezeptur zu überarbeiten. Dies geschehe unabhängig von dem Negativpreis. Das veränderte Produkt komme 2018 auf den Markt. Außerdem will Alete das von Foodwatch kritisierte Wort „babygerecht” bis Ende 2017 von der Packung streichen. Stattdessen soll ein Hinweis „für die kleine Hand zum Selbergreifen” aufgedruckt werden.„Die Form des Kekses ist uns wichtig, auf babygerecht können wir verzichten”, sagte Hüttmann.

Foodwatch vergibt den „Goldenen Windbeutel” seit 2009. Die Organisation will damit auf Werbelügen aufmerksam machen.

(dpa)
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