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Tag der Lebensmittelverschwendung

Die Menge ist gigantisch: Ein Drittel der jährlich für Deutschland produzierten Lebensmittel landet im Müll, so der WWF und spricht von 18 Millionen Tonnen pro Jahr.
Laut WWF wandern in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Foto: Patrick Pleul/dpa Laut WWF wandern in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Foto: Patrick Pleul/dpa
Berlin. 

Pro Jahr landen nach Berechnungen der Umweltorganisation WWF bundesweit rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das entspreche etwa einem Drittel der jährlich für Deutschland produzierten Menge, betonte der WWF.

Demnach markiert der 2. Mai hierzulande den Tag der Lebensmittelverschwendung: Auf das Jahr gerechnet würden all jene Lebensmittel weggeworfen, die bis zum 2. Mai für Deutschland hergestellt werden.

Eine 2012 vom Bundesernährungsministerium vorgestellte Studie kam zu dem Schluss, das Jahr für Jahr knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall entsorgt worden. Der Großteil (61 Prozent) davon entsteht demnach in Privathaushalten. Großverbraucher wie Gaststätten und Kantinen sowie die Industrie sind für jeweils rund 17 Prozent verantwortlich.

Der WWF kritisierte, Deutschland tue nicht genug gegen Lebensmittelverschwendung. Die Bundesregierung bekenne sich zwar zum Ziel, unnötige Abfälle zu verringern. Allerdings rutsche der Tag der Lebensmittelverschwendung im Jahr bislang nicht weiter nach vorne, wie es eigentlich der Fall sein müsste, wenn das Ziel erreicht würde.

Das Ministerium teilte mit, Ziel von Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) sei es, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. So könnten etwa intelligente Verpackungen verhindern, dass Lebensmittel, die noch für den Verzehr geeignet seien, weggeworfen würden. Damit ließe sich etwa der Zustand eines Joghurts durch farbliche Veränderungen in einem Anzeigefenster auf dem Becher ablesen.

„Wir wollen Deutschland zum internationalen Leitmarkt für intelligente Lebensmittelverpackungen machen”, erklärte Schmidt. „Hier ist deutscher Forscher- und Gründergeist gefragt. Auch für Start-ups wartet ein spannendes Wirtschaftsfeld mit großem wirtschaftlichen Potenzial - und dazu noch positivem Effekt mit Blick auf die Lebensmittelverschwendung.”

(dpa)
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