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Perfekte Weinlese: Winzer ziehen beste Bilanz seit 1999

Nur noch wenige Trauben hängen an den Reben, aufgehoben etwa für eine Beerenauslese. Der Rest - insgesamt 10,7 Millionen Hektoliter Most - reift in Tanks und Fässern nach der Gärung zu Wein. Und nicht nur die Menge macht den Winzern Hoffnung.
Die Winzer melden die größte Erntemenge seit 1999. Auch die Weinqualität dürfte in diesem Jahr besonders hoch ausfallen. Foto: Boris Roessler Die Winzer melden die größte Erntemenge seit 1999. Auch die Weinqualität dürfte in diesem Jahr besonders hoch ausfallen.
Bodenheim. 

Die Winzer in Deutschland haben in diesem Jahr so viele Trauben geerntet wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Neben den satten Erträgen sind die Winzer auch mit Blick auf die Weinqualität hoffnungsvoll.

Die Weinmostmenge in den 13 deutschen Anbaugebieten erreichte nach einer vorläufigen Schätzung 10,7 Millionen Hektoliter, wie das Deutsche Weininstitut mitteilte. Dies ist die größte Erntemenge seit 1999, sie liegt 23 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Anfängliche Befürchtungen, dass die Trauben großflächig unter der Trockenheit gelitten haben könnten, erfüllten sich damit nicht.

Die Lese sei zu 95 Prozent abgeschlossen, sagte der Sprecher des Weininstituts, Ernst Büscher. Jetzt werden nur noch wenige Trauben zumeist der Rebsorten Riesling und Spätburgunder gelesen. Auch für edelsüße Spezialitäten wie die Trockenbeerenauslese haben einige Winzer noch Trauben hängen lassen. „Auslesen sind für die Reputation eines Weinguts von Bedeutung und erzielen auf internationalen Verkostungen oft hohe Auszeichnungen und Spitzenpreise”, sagte Büscher.

Die Qualität des Jahrgangs 2018 lässt sich erst beurteilen, wenn die Weine im Glas sind. Die Erwartungen sind aber hoch. „Die Weinfreunde können sich auf ausgesprochen fruchtige Weißweine und farbkräftige, vollmundige Rotweine dieses Jahrgangs freuen”, sagte Büscher.

Nach einem ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer habe auch die Lese einen perfekten Verlauf genommen, sagte Büscher. Die Winzer hätten darauf achten müssen, dass die Mostgewichte, also die Menge des Zuckergehalts im Traubensaft, mit zunehmender Reifung nicht zu hoch gerieten. (dpa)

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