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Spar-Tipp: Alte Mobilfunkverträge auf Sparpotenzial prüfen

Neue Mobilfunktarife können günstiger sein. Trotzdem sind viele Kunden mit alten Verträgen unterwegs - und erhalten damit weniger Leistung für ihr Geld. Beinahe jeder Zweite könnte sparen, zeigt eine Umfrage.
Das Sparschwein freut sich über neue Münzen. Verbraucher sollten deshalb ihren alten Mobilfunkvertrag überprüfen. Foto: Peter Kneffel/dpa Das Sparschwein freut sich über neue Münzen. Verbraucher sollten deshalb ihren alten Mobilfunkvertrag überprüfen.
Berlin. 

Immer mehr Leistung für immer weniger Geld - so sah die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren bei Mobilfunkverträgen aus. Doch nicht jeder profitiert davon, wie eine repräsentative Umfrage der Marktforschungsfirma Innofact Umfrage ergeben hat.

Im Auftrag von „Finanztip.de” wurden 1100 Teilnehmer befragt. Demnach lassen viele Mobilfunkkunden Sparpotenzial ungenutzt, weil sie ihre Verträge zu lange behalten. Der Rat: Spätestens nach zwei Jahren schauen, ob sich mit einem neuen Vertrag nicht Geld sparen lässe.

Die Umfrage zeigt: Viele Mobilfunkkunden stecken in teils alten und damit meist unnötig teuren Verträgen. Demnach sind rund 29 Prozent aller Verträge vor mehr als drei Jahren abgeschlossen worden, einige sogar vor mehr als zehn Jahren. Diese alten Verträge bieten häufig unzeitgemäße Leistungen zu hohen Preisen. Laut „Finanztip.de” gibt es bei rund jedem zweiten Vertrag (46 Prozent) Sparpotenzial.

Besonders ältere Kunden sind hier anfällig, weil sie länger in ihren bestehenden Verträgen bleiben. Sechs von zehn Befragten über 60 (59 Prozent) gaben an, ihren Mobilfunkvertrag vor mehr als zwei Jahren abgeschlossen zu haben. In dieser Altersgruppe ist auch die Bereitschaft zum Tarif- oder Anbieterwechsel mit 62 Prozent geringer als bei jüngeren Kunden (71 Prozent).

Wer sich kümmert, kann aber einige Euro im Monat sparen. „Verträge, die älter als zwei Jahre sind, sollten sich Verbraucher unbedingt genauer ansehen und Konditionen vergleichen”, rät Daniel Pöhler von „Finanztip.de”. Wer kündigt oder nur mit der Kündigung drohe, erhalte in der Regel schon günstigere Angebote. Bleibt der Anbieter hart, sollte man wechseln.

Dazu sei aktuell ohnehin ein guter Zeitpunkt, so Pöhler. Er sieht den Preisverfall im Mobilfunkmarkt am Ende. Durch das Ende des teuren Auslandsroamings in der EU müssen die Anbieter andere Einkommensquellen erschließen. Ein weiterer Grund: Weniger Konkurrenzdruck. Zum einen durch die abgeschlossene Übernahme von E-Plus durch Telefonica und die mögliche Übernahme der Drillisch AG mit ihren vielen Discountmarken (unter anderem maxxim, yourfone, premiumsim) durch United Internet.

(dpa)
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