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Android-Nutzer sollten bei Tastatur-Apps vorsichtig sein

Das Nutzen von Drittanbieter-Technologie kann mit Sicherheitsrisiken verbunden sein. Auch bestimmte Tastatur-Apps für Android sind davon betroffen und verfügen über einen bedenklichen Privatsphärenschutz.
Vorsicht bei Tastatur-Apps von Drittanbietern. Nicht alle Entwickler sorgen für einen ausreichenden Schutz der Daten. Foto: Lukas Schulze/dpa Vorsicht bei Tastatur-Apps von Drittanbietern. Nicht alle Entwickler sorgen für einen ausreichenden Schutz der Daten.
Berlin. 

Unerwünschte Werbung, ausgespähte Passwörter oder Datenlecks: Regelmäßig kommt es bei Drittanbieter-Tastaturen für Android-Smartphones zu Sicherheitsproblemen. Diese betreffen die App an sich oder die technische Infrastruktur des Entwicklers.

Aktuell ist etwa die Tastatur-Anwendung Ai.type betroffen, berichtet das Fachportal „ZDNet.de” . Fast 600 Gigabyte an Daten aus Tastatureingaben der Nutzer seien wegen einer falsch konfigurierten Datenbank auf dem Server des Anbieter für jedermann frei zugänglich gewesen.

Bei der Überprüfung eines Teils der Daten, die die Experten von Sicherheitsforschern erhalten haben, fanden sich den Angaben zufolge auch private und sensible Informationen wie Telefonnummern oder Web-Suchbegriffe - und in einigen Fällen sogar E-Mail-Adressen mit Passwörtern. Ai.type-Nutzer ändern also besser ihre Passwörter.

Da die Tastatur-App an einer sensiblen Stelle im System sitzt, sollte man genau prüfen, ob man ihrem Entwickler vertraut, rät das Verbraucherschutzportal „Mobilsicher.de” . Als privatsphärenfreundliche Tastaturen empfehlen die Experten etwa die quelloffenen und kostenlosen Apps AnySoftKeyboard oder Hacker's Keyboard . Wichtig in diesem Zusammenhang: Erst die neue Tastatur installieren, danach die alte deaktivieren oder deinstallieren.

(dpa)
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