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Bei Speicherkarten-Lesefehler in Kamera erstmal nichts tun

Es ist der Albtraum nach einer tollen Foto-Safari. Auf dem Bildschirm der Digitalkamera erscheint der Hinweis, dass die Speicherkarte nicht gelesen werden kann. Nun heißt es, Ruhe bewahren.
Wenn bei der Digitalkamera plötzlich die Speicherkarte streikt, sollte man besser erstmal die Ruhe bewahren. Foto: Halden Krog/epa Wenn bei der Digitalkamera plötzlich die Speicherkarte streikt, sollte man besser erstmal die Ruhe bewahren.
Frankfurt/Main. 

Erst mal nichts tun - das klingt nicht nach entschlossenem Handeln. Aber es ist genau das Richtige, wenn die Kamera einen Speicherkarten-Lesefehler anzeigt.

Wer dann einfach weiterfotografiert oder die Karte wiederholt herausnimmt und wieder einsetzt, um zu schauen ob sich doch noch etwas tut, macht vielleicht alles nur noch schlimmer, warnt der Photoindustrie-Verband. Denn dann werden die vorhandenen Daten unter Umständen ungünstig überschrieben, was die Rettung der bereits gemachten Fotos erschwert.

Als nächstes sollten Betroffene die Speicherkarte in einen Kartenleser am Rechner stecken. Manchmal ließen sich die Aufnahmen am Computer noch auslesen, obwohl es mit der Kamera Probleme gibt. Gelingt das, sollte man der Versuchung widerstehen die wahrscheinlich defekte Karte weiter zu nutzen, um sich künftige mögliche Datenverluste zu ersparen. Sinnvoll ist es stattdessen, solche Karten zu vernichten - zum Beispiel mit einer Gartenschere.

Klappt das direkte Auslesen nicht, sollte eine Datenrettungssoftware zum Zug kommen, zum Beispiel die kostenlos erhältlichen Programme Recuva , Disk Drill oder Easeus Data Recovery Wizard Free . Funktioniert die Rettung mit einer Software nicht oder findet diese nicht alle Fotos, sollte man auch die anderen Programme ausprobieren.

(dpa)
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