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Berliner Games Week will sich stärker an Verbraucher wenden

Berlin. 

Die Berliner Computerspiele-Konferenz International Games Week will in diesem Jahr stärker auch Verbraucher ansprechen.

Zudem sei das Ziel, die Veranstaltung internationaler und mit der Zeit wirtschaftlich tragfähig zu machen, kündigte Games-Week-Chef Michael Liebe am Dienstag in Berlin an. Die Veranstalter erwarten rund 2500 Fachbesucher.

Das früher als Deutsche Games Tage bekannte Event läuft vom 8. bis 13. April. Dazu gehören unter anderem die Spieleentwickler-Konferenz Quo Vadis, das Festival A MAZE für Independent-Spiele und das Gamefest für das Publikum am Berliner Computerspielemuseum.

Es gehe darum, wirtschaftliche, politische und kulturelle Aspekte der Branche zu verknüpfen, sagte Liebe. Unter den Rednern bei der Eröffnungsveranstaltung ist die frühere Bundesjustizministerin und heutige parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries (SPD).

Zur Quo Vadis kommt unter anderem Matias Myllyrinne, der Chef finnischen Entwicklerstudios Remedy, das hinter bekannten Spielen wie «Max Payne» und «Alan Wake» steht. Ein «Matchmaking-Dinner» soll Entscheidungsträger aus Games-Branche, Politik und Telekom-Industrie zusammenbringen.

Der Geschäftsführer des Branchenverbandes BIU, Maximilian Schenk, forderte mehr Unterstützung für die Spielebranche aus der Politik. Mit bereits von der EU-Kommission genehmigten britischen Plänen für Steuervergünstigungen für Games-Unternehmen gebe es für Deutschland ansässige Firmen einen Wettbewerbsnachteil.

Er sehe «Handlungsdruck für deutsche Wirtschaftspolitik». Die Games Week sei in dieser Situation auch «ein Schaufenster, um der Politik die Branche zu zeigen». Eine mögliche Hilfe könne Entwicklungsförderung sein.

Berlin ist mit Unternehmen wie Wooga unter anderem ein Zentrum für die Entwicklung von Online- und Smartphone-Spielen. Insgesamt machte die Branche im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,41 Milliarden Euro.

(dpa)
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