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CES: HTC will im VR-Markt mit Pro-Modell aufholen

Die VR-Schwergewichte Oculus und Vive tragen ihre Rivalität auf die CES in Las Vegas. Bei Vive gibt es ein neues Spitzenmodell - und Facebooks Oculus bekommt mit seiner Technologie den Fuß in den chinesischen Markt.
HTC stellt seine VR-Brille Vive auf der Technik-Messe CES vor. Ihre Besondernheit ist der Drahtlos-Adapter. Foto: Andrej Sokolow/dpa HTC stellt seine VR-Brille Vive auf der Technik-Messe CES vor. Ihre Besondernheit ist der Drahtlos-Adapter.
Las Vegas. 

Der unter Druck stehende HTC-Konzern will im Geschäft mit virtueller Realität mit einer verbesserten Version seiner Brille Vive aufholen. Das Modell Vive Pro soll eine deutlich höhere Bildauflösung und hochwertigeren Sound bekommen.

Der Preis und ein Termin für die Markteinführung sollen zu einem späteren Zeitpunkt genannt werden, sagte Amerika-Chef Daniel O'Brien auf der Technik-Messe CES (9. bis 12. Januar) in Las Vegas. Die verbesserte Qualität dürfte ihren Preis haben. „Wir fokussieren uns auf Premium-VR”, betonte O'Brien.

Mit einem neuen Funk-Adapter sollen die neue und alte Version der Vive ohne die oft lästigen Kabel nutzbar sein. Punkten will HTC auch mit der Plattform Viveport, auf der diverse Inhalte wie Spiele in virtueller Realität erkundet werden können. Games sollen auch mit einem Abo-Modell genutzt werden können - fünf Titel für 6,99 Dollar im Monat. Die Bedienung des Dienstes Vive Video für 360-Grad-Clips wurde ebenfalls verbessert.

HTC hatte mit Vive ebenso wie die Facebook-Tochter Oculus vor einigen Jahren darauf gesetzt, dass Virtuelle Realität schnell zu einem Massengeschäft wird. Doch die Spezialbrillen sind bisher ein Nischenmarkt geblieben. Oculus strich den Preis seiner Brille Rift zusammen, Vive ging ebenfalls runter - doch Facebook hat deutlich tiefere Taschen, um einen Preiskampf durchzuziehen. HTC hat bei seinem zweiten Standbein - Smartphones - ebenfalls seit Jahren zu kämpfen. Im September verkaufte der Konzern aus Taiwan seine Sparte, die Telefone für andere Anbieter entwickelte, in einem 1,1 Milliarden Dollar schweren Deal an Google und verschaffte sich damit wieder etwas Luft.

Oculus gab auf der CES wenige Stunden später eine wichtige Partnerschaft in China bekannt. Der chinesische Hardware-Spezialist Xiaomi wird eine mobile Brille auf Grundlage von Oculus-Technologie für den Markt bauen. Damit kann Facebook trotz aller Beschränkungen nach China bringen. Die Kooperation wurde in Las Vegas von Oculus-Manager Hugo Barra angekündigt - der zuvor die internationale Expansion von Xiaomi verantwortet hatte. Oculus will in den nächsten Monaten seine globale Modelpalette mit der 199 Dollar teuren mobilen Brille Oculus Go ausbauen, die ohne Verbindung zu einem Computer auskommt.

(dpa)
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