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Flüssiger Displayschutz versagt im Test

Eine unsichtbare Schicht aus Flüssigglas soll das Zerkratzen von Smartphone-Displays verhindern. Klingt wie Zauberei? Ein Fachmagazin hat getestet, ob solche Produkte halten, was sie versprechen.
Der häufige Gebrauch eines Smartphones hinterlässt Spuren. Sollte man den Display mit Flüssigglas schützen? Die Tester vom „Chip”-Fachmagazin raten ab. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Der häufige Gebrauch eines Smartphones hinterlässt Spuren. Sollte man den Display mit Flüssigglas schützen? Die Tester vom „Chip”-Fachmagazin raten ab.
München. 

Kinderleichtes Auftragen und danach voller Schutz vor Kratzern: Das versprechen Hersteller von sogenanntem flüssigem Displayschutz.

Doch tatsächlich bieten die Lösungen aus mit Nanopartikeln versetztem Flüssigglas nach dem Aushärten nicht den beworbenen Schutz, wie das „Chip”-Fachmagazin in einem Test von vier Produkten herausgefunden hat (Ausgabe 1/18).

Nach einem Kratztest auf vier Smartphones, deren Bildschirme jeweils zur Hälfte mit Displayschutz behandelt wurden und zur Hälfte unbehandelt blieben, stellten die Experten fest: Sämtliche Displays waren auf ganzer Breite in Mitleidenschaft gezogen. Es gab keinen Unterschied zwischen behandelter und unbehandelter Seite. Kein einziges der vier Produkte hielt also das Versprechen eines unzerkratzbaren Bildschirms.

Die Tester wollen den Angaben nach nicht ausschließen, dass Flüssigglas Displays gegen gewöhnliche Alltagseinwirkungen wie etwa Schlüssel oder Münzen in der Hosentasche unempfindlicher macht. Einen wirksamen Schutz vor kräftigeren mechanischen Einwirkungen böten sie aber nicht. Als reinen Kratzschutz raten die Experten zu bewährten Schutzfolien aus Kunststoff oder Glasabdeckungen. Letztere seien besonders bei gebogenen Displays empfehlenswert.

(dpa)
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