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Für Makroaufnahmen das richtige Objektiv wählen

Ganz nah dran: Mit einem Makroobjektiv gelingen besonders spektakuläre Bilder, zum Beispiel von Pflanzen. Foto: Andrea Warnecke Ganz nah dran: Mit einem Makroobjektiv gelingen besonders spektakuläre Bilder, zum Beispiel von Pflanzen. Foto: Andrea Warnecke
Frankfurt/Main. 

Es muss nicht immer ein Gebäude oder ein Sonnenuntergang sein. Spektakuläre Bilder gelingen auch mit Nahaufnahmen. Anspruchsvolle Fotografen brauchen dafür ein passendes Objektiv, für Einsteiger gibt es günstigere Alternativen.

Schöne Makroaufnahmen gelingen in der Regel nur mit der richtigen technischen Ausstattung. Wer zum Beispiel Blumen aus nächster Nähe ablichten will, braucht ein universelles Makroobjektiv mit einer Brennweite von 50 bis 100 Millimetern, erklärt der Photoindustrie-Verband. Solche Objektive sind in der Regel relativ leicht und günstig, liefern aber schon deutlich bessere Ergebnisse als der Makromodus einer Kompaktkamera.

Weil der Fotograf mit einem universellen Objektiv sehr nah ans Motiv herangehen muss, lässt sich damit allerdings nicht alles knipsen - Insekten nehmen dann zum Beispiel Reißaus. Hier kommen sogenannte Telemakroobjektive mit 180 bis 200 Millimetern Brennweite ins Spiel: Damit gelingen Detailaufnahmen auch aus großer Distanz. Ohne Stativ geht es bei solchen Objektiven allerdings nicht. Außerdem müssen Fotografen beim Fokussieren sehr präzise arbeiten, ansonsten werden Insekten- und andere Tierbilder schnell unscharf.

Für Verbraucher, die kein Geld für ein separates Makroobjektiv ausgeben wollen, gibt es einige Alternativen. In Sachen Bildqualität muss man dabei aber oft kompromissbereit sein. Theoretisch gelingen Nahaufnahmen zum Beispiel auch mit der Makroeinstellung der meisten Zoomobjektive, allerdings nicht mit der gleichen Schärfe wie bei der Makro-Konkurrenz.

Eine weitere Alternative sind Zwischenringe, die zwischen der Kamera und dem Objektiv eingesetzt werden und den Abbildungsmaßstab vergrößern. So gelingen den Angaben nach recht gute Makroaufnahmen, allerdings schlucken die Ringe auch viel Licht. Eine Nahlinse wird dagegen vorne auf das Objektiv gesetzt. Sie wirkt dort wie eine Lesebrille, die Stärke wird dementsprechend in Dioptrien angegeben. Gerade bei günstigeren Nahlinsen kann es allerdings passieren, dass das Bild in den Ecken deutlich unschärfer gerät als in der Mitte.

Ein vor das Kameraobjektiv geschraubter Polarisationsfilter verhindert oder mindert Reflexionen. Das ist nicht nur beim Fotografieren von Himmel, Wolken oder Schnee hilfreich, sondern auch bei Makrofotografie in der freien Natur. Darauf weist der Photoindustrie-Verband hin. Hier kann der Filter etwa durch Feuchtigkeit hervorgerufene Spiegelungen auf Pflanzen oder Insekten unterdrücken. Durch Drehen des Polarisationsfilters lassen sich etwaige Reflexe aber auch gezielt verstärken oder abschwächen. Eher unerwünschte Nebenwirkungen des Filters sind den Angaben nach gesättigtere Farben, wodurch insbesondere Grüntöne unnatürlich wirken könnten. Außerdem falle weniger Licht auf den Sensor, wodurch sich die Verschlusszeit verlängert.

(dpa)
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