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Gericht: Werbeblocker im Internet sind zulässig

Die App „Blockr” zur Verhinderung von Werbeeinblendungen ist auf einem Smartphone installiert. Foto: Marijan Murat Die App „Blockr” zur Verhinderung von Werbeeinblendungen ist auf einem Smartphone installiert. Foto: Marijan Murat
Stuttgart. 

Im Streit um die Zulässigkeit von Werbeblockern im Internet ist ein Urteil gegen den Springer-Verlag rechtskräftig geworden. Hintergrund ist, dass der Verlag seine Berufung vor dem Oberlandesgericht Stuttgart gegen eine Entscheidung des örtlichen Landgerichts zurücknahm.

Das teilte ein Gerichtssprecher mit. „Der Nutzer kann nun eigenständig entscheiden, ob er Werbung sehen möchte oder nicht”, sagte Rechtsanwalt Niklas Haberkamm, der die Entwickler der Software „Blockr” vertritt. Das Medienhaus war gegen sie vor dem Landgericht Stuttgart gescheitert.

Die Software kostet laut Gericht 99 Cent und war Ende 2015 mehr als 42 000 Mal heruntergeladen worden. Dagegen ging Springer vor. Das Unternehmen finanziert das Online-Angebot der Tageszeitung „Welt” vor allem aus Werbeerlösen. Die Adblocker griffen massiv und aus Sicht des Verlags mit rechtswidrigen Angeboten in das Geschäftsmodell ein, da sie einen relevanten Anteil der Werbung blockierten und damit die Anzeigenerlöse minderten.

Am 24. Juni wird vor dem Oberlandesgericht Köln auch eine Entscheidung zum Thema Werbeblocker erwartet.

(dpa)
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