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Hobby-Autoren im Netz: Fan Fiction ist rechtliche Grauzone

Einfach immer weiterlesen: Wer von seinen Lieblingsbüchern nicht lassen kann, findet im Netz jede Menge «Fan Fiction». Foto: Johannes Eisele Einfach immer weiterlesen: Wer von seinen Lieblingsbüchern nicht lassen kann, findet im Netz jede Menge «Fan Fiction». Foto: Johannes Eisele
Berlin. 

Selbst das schönste Buch ist irgendwann zu Ende. Viele Fans wollen sich damit nicht abfinden, schreiben selbst eine Fortsetzung und stellen sie ins Netz. Rechtlichen Ärger kann es dabei geben, wenn man Geld für die Geschichten verlangt.

Liebesgeschichten mit Harry Potter und neue Abenteuer der «Star Wars»-Helden: Viele Fans bekannter Filme, Fernseh- und Buchserien schreiben inoffizielle Fortsetzungen ihrer Lieblingsgeschichten und stellen sie als sogenannte «Fan Fiction» ins Netz. Damit begeben sich die Hobbyautoren aber in eine rechtliche Grauzone. «In Deutschland ist Fan Fiction rechtlich problematisch, weil es keine Ausnahmeregelung im Urheberrecht gibt», sagt Valie Djordjevic vom Onlineportal « iRights.info ».

Andere Länder sind da weiter - das US-Recht kennt zum Beispiel das sogenannte Fair-Use-Prinzip, mit dem das Bearbeiten fremder Werke unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist. Echten Ärger müssen Fan-Fiction-Autoren allerdings auch hierzulande nicht befürchten. «Die Rechteinhaber haben gemerkt, dass das Verbot keinen Sinn macht», sagt Djordjevic. Schließlich handele es sich bei den Autoren meistens auch um die größten Fans, also sichere Kunden neuer Bücher, DVDs und anderer Fan-Artikel. «Daher wird es meistens toleriert oder wenigstens ignoriert.»

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(Gespräch: Tobias Hanraths, dpa)
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