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Kraulen statt Stupsen: Wenn sich Tiere online treffen

Sie heißen Keks, Peppino oder Lottchen und treffen sich online in sozialen Netzwerken. Was für Menschen längst normal ist, gibt es auch für Tiere.
Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Unsere Testerin und ihr Pudel knüpfen erste Kontakte bei mysocialpetwork. 	Screenshot: Funk Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Unsere Testerin und ihr Pudel knüpfen erste Kontakte bei mysocialpetwork. Screenshot: Funk
Frankfurt. 

Soziale Netzwerke für Tiere werden zunehmend beliebter. Eines davon ist „My Social Petwork“, eine Internet-Community für Haustiere, die der Zeitschriftenverlag Klambt ins Leben gerufen hat. Was taugen sie wirklich? Ein Selbstversuch – mit Hilfe der eigenen Haustiere: Großpudel-Dame Talitha und Haflingerstute Urbina.

Das Profilanlegen funktioniert schon mal fast wie bei Facebook: Einfach ein nettes Foto rausgesucht, Geburtsdatum und Wohnort angegeben. Dann geht’s als Talitha gleich auf die Suche nach neuen Freunden. Schaf Paulinchen und Hamster Oskar bekommen eine Freundschaftsanfrage, die die beiden schon nach wenigen Minuten annehmen. Paulinchen postet sofort einen netten Willkommensgruß auf die Pinnwand. Schnell auf „Wau“, das tierische „Gefällt mir“, geklickt.

Jetzt geht alles wie von selbst: Zu Talithas neuen Freunden zählt schnell neben Hunden, Katzen, Meerschweinchen und Hamstern das Axolotl „Agi“ – ein mexikanischer Schwanzlurch. Statt „angestupst“ wird „gekrault“. Die Tiere posten sich süße Fotos auf die Pinnwände und drücken sich die Pfoten bei anstehenden Tierarztbesuchen. „My Social Petwork“ ist aber nicht das einzige soziale Netzwerk für Tiere.

Auf dogSpot.de kann man mit anderen Hundefreunden in Kontakt treten. Beim Klicken durch die verschiedenen Profile fällt jedoch auf: Hier macht fast jeder Hundesport. Da stellt sich die Frage, ob man vielleicht erst dann ein richtiger Hundebesitzer ist, wenn man einen Hundesport wie Dogdancing oder Discodogging betreibt. Reicht das gemeinsame Streifen durch die Wälder etwa gar nicht aus? Bei dogSpot stehen ansonsten noch mehr die Ratgeberseiten und Blogs der Tierbesitzer im Vordergrund. Praktisch: Auch ein Tierarzt gibt den Usern Tipps zu Gesundheit und Erziehung.

Die Netzwerke cutest oder PetSite bieten den Tierbesitzern ebenfalls die Möglichkeit, sich online zu treffen, beraten und Tipps austauschen. Gut: Hundebesitzer können Gleichgesinnte aus der Umgebung suchen und sich zu Spaziergängen im realen Leben verabreden.

Der Selbstversuch zeigt: Es ist gewöhnungsbedürftig, beim Login die eigene Identität abzugeben und stattdessen die des Haustieres anzunehmen. Auch der Datenschutz spielt dabei eine Rolle. Wie viel man von seinem Privatleben preisgeben will, muss jeder für sich entscheiden. Talitha jedenfalls freut sich darauf, in Zukunft ihre Spielkameraden weiterhin auf den Spaziergängen im Taunus zu treffen. Und sagt dazu „Wau!“.

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