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Spaß ab 100 Euro: Worauf es beim Tablet-Kauf ankommt

Die Preisspanne bei Tablet-PCs ist riesig, das Geräte-Angebot unüberschaubar. Neben dem Betriebssystem sind auch Speicher und Bildschirmgröße beim Kauf entscheidend.
Tastaturhüllen sind praktisch, weil sie auch gleich ein Keyboard liefern und dem ganzen Konstrukt als Ständer zusätzlich Stabilität verleihen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Bilder > Tastaturhüllen sind praktisch, weil sie auch gleich ein Keyboard liefern und dem ganzen Konstrukt als Ständer zusätzlich Stabilität verleihen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Hannover. 

Tablets lassen sich bequem überall mit hinnehmen, sie punkten zudem mit ihrer Vielseitigkeit: Im Internet surfen, spielen, Filme anschauen. Mit einer zusätzlichen Tastatur ist auch das Verfassen von Texten drin. Doch neue Modelle fluten den Markt. So bekommt man den Durchblick.

Kaufinteressenten müssen zuerst das für sie passende Betriebssystem identifizieren. „Apple hat das iPad mit dem Betriebssystem iOS so konsequent wie kein anderer Hersteller für die Touch-Bedienung konzipiert”, erklärt Alexander Spier von der Fachzeitschrift „c't”. „Hier gibt es auch das größte Angebot an Apps, die optimal auf die Bildschirmgröße von Tablets angepasst sind.” Allerdings schottet Apple sein System traditionell stark ab.

„Deutlich mehr Möglichkeiten beim Datenaustausch und mehr Individualisierungsoptionen als iOS bieten Android-Tablets”, sagt Spier. Außerdem ist die Geräte-Auswahl um einiges größer, Einsteiger-Tablets sind schon ab 40 Euro zu haben. Jedoch hat Apple in Sachen Updates und damit auch beim Schließen von Sicherheitslücken gegenüber Android deutlich die Nase vorn.

Die dritte Alternative stellen Tablets mit Windows dar. Auf ihnen laufen zwar fast auch alle von Desktop-Rechnern bekannten Programme, doch „c't”-Experte Spier bemängelt die zum Teil fummeligen und umständlichen Menüs sowie die eingeschränkte App-Auswahl.

Die Bildschirmgröße sollte man primär davon abhängig machen, was man mit dem Tablet vorhat. Bis zu einer Displaydiagonale von 8 Zoll (gut 20 Zentimeter) ließen sich Tablets noch entspannt in einer Hand halten, erklärt das Online-Technikportal „Netzwelt.de”. Dadurch bleibe die andere Hand zum Bedienen frei. Tablets dieser Größe eigneten sich mitunter auch als E-Book-Reader. Für klassische Couch-Surfer, die ihr Tablet auch schon mal als TV-Ersatz nutzen, sei jedoch ein Gerät jenseits der 8-Zoll-Marke die bessere Wahl.

„Wer viele Filme, Musik und Fotos auf seinem Tablet speichern möchte, sollte sich ein Gerät mit möglichst großem internen Speicher anschaffen”, rät Benjamin Barkmeyer von der Stiftung Warentest. „Einige Produkte werden in verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Speichergrößen angeboten, so dass hier eine Vorabrecherche sinnvoll ist.”

Zudem sollte man auf einen Schacht für Micro-SD-Karten achten. Den bieten fast alle Android- aber kein einziges Apple-Gerät. Bei iPads sollte man seinen Speicherbedarf also vor dem Kauf kennen.

Eine wichtige Rolle spielen auch Akku und Laufzeit. Wie gut die sind, erfährt man oft erst nach dem Kauf während des Betriebs. „Die Anbieterangaben sind mit Vorsicht zu genießen - im Alltag sind die Laufzeiten oft kürzer”, warnt Barkmeyer. „Je nachdem, wie man das Tablet nutzt, variiert die Akkulaufzeit mitunter stark.” Texte mit dem Tablet lesen verbraucht in der Regel viel weniger Strom als das Spielen. Schon die Displayhelligkeit beeinflusst die Laufzeit enorm.

Möchte man sein Tablet auch als Arbeitsgerät nutzen, ist eine Tastatur meist unverzichtbar. „Einige Tablets werden mittlerweile als 2-in-1-Geräte angeboten, bei denen eine passende ansteckbare Tastatur gleich mitgeliefert wird”, erläutert Warentester Barkmeyer. Abgesehen davon gibt es Bluetooth-Tastaturen und -Mäuse, die man per Funk mit dem Tablet koppeln kann. Ein Mobilfunkmodul darf nicht fehlen, wenn man immer und überall aufs Internet angewiesen ist.

Vor sehr günstigen Tablets für weniger als 60 Euro rät Alexander Spier dringend ab. Diese Geräte seien fast unbenutzbar langsam, zudem hätten ihre Displays meist eine niedrige Auflösung und kleine Blickwinkel. Weitere häufige Schwachpunkte seien dubiose Android-Apps, einfacher Flash-Speicher und veraltete Akkutechnik.

Wirklich Spaß brächten Tablets erst ab 100 Euro. Die Displays sollten mindestens mit 1280 mal 800 Pixeln auflösen und 8 oder besser 16 Gigabyte Speicher bieten. Geräte mit einem stärkeren Prozessor, guten Akkulaufzeiten und Full-HD-Displays sind erst ab 200 Euro zu haben.

Deutlich mehr, nämlich sogar 285 Euro, ließen sich die Deutschen 2016 im Schnitt ihren neuen Tablet-PC kosten. Das geht aus dem vom Branchenverband gfu erhobenen Consumer Electronics Marktindex Deutschland (CEMIX) hervor. „Für ein perfektes Gerät mit schnellem Prozessor für Multitasking und anspruchsvolle Aufgaben sollte man mindestens 500 Euro einplanen”, meint Alexander Spier.

(Von Jochen Wieloch, dpa)
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