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Studie zu künstlicher Intelligenz: Sorge um Datensicherheit

Ob bei Dienstleistungen, der Fertigung oder der Kommunikation - der Einsatz von künstlicher Intelligenz ist vielfältig. Doch vertrauen die Deutschen der neuen Technik?
Chatbots sind Programme für automatisierte Kommunikation. 55 Prozent der Befragten sehen sie als Sicherheitsrisiko. Foto: Gregor Fischer/dpa Chatbots sind Programme für automatisierte Kommunikation. 55 Prozent der Befragten sehen sie als Sicherheitsrisiko. Foto: Gregor Fischer/dpa
München. 

In Sachen künstliche Intelligenz steht bei den Menschen in Deutschland vor allem die Sorge um die Datensicherheit im Vordergrund. Das ergab eine Studie von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters VMware.

Demnach gehen sieben von zehn Verbraucher davon aus, dass etwa vollautomatische Dienstleistungen die Sicherheit ihrer persönlichen Daten gefährden. Auch Chatbots, Programme für automatisierte Kommunikation, sehen mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten als ein Sicherheitsrisiko. Dennoch sehen zwei Drittel Vorteile in voll automatisierten Dienstleistungen.

Die Zurückhaltung gegenüber künstlicher Intelligenz in Deutschland könne sich vor allem in der Industrie auch negativ auswirken, warnte VMWare-Chef Pat Gelsinger. Deutschland habe eine starke Fertigungs-Industrie. „Die meisten Automobilhersteller sind hier angesiedelt.” Vielen deutschen Unternehmen stünden „enorme Möglichkeiten” offen. Im Bezug auf digitale Transformation sei man hierzulande jedoch sehr konservativ eingestellt. „So manche technische Innovation wird deshalb oft mit viel Verzögerung genutzt.”

Auch der erste Geldautomat sei damals erst zögerlich akzeptiert worden, heute sei er aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, sagte Matthias Schorer, Experte für das Internet der Dinge bei VMWare. „Eines Tages wird KI ebenso breite Akzeptanz erfahren wie der Geldautomat.”

Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge würden viele Lebensbereiche schon bald revolutionieren und die Art verändern, wie wir einkaufen, Bankgeschäfte erledigen oder wie das Gesundheitssystem künftig gestaltet ist, sagte Schorer. Der Studie zufolge würden die Befragten in diesen Bereichen die Kommunikation mit einer realen Person vorziehen. Unternehmen dürften die Bedenken und Ängste der Menschen dabei nicht ignorieren oder unterschätzen, sagte Schorer.

(dpa)
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