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Tablet-Ansprüche vor dem Kauf formulieren

Großes Kino, großes Tablet: Wer die Touch-Flunder vor allem als mobilen Filmvorführer einsetzen möchte, fährt mit einem Neun- oder Zehn-Zoll-Display am besten. Foto: Andrea Warnecke Großes Kino, großes Tablet: Wer die Touch-Flunder vor allem als mobilen Filmvorführer einsetzen möchte, fährt mit einem Neun- oder Zehn-Zoll-Display am besten. Foto: Andrea Warnecke
Berlin. 

Display-Größe, Laufzeit, Handlichkeit: Diese Punkte sind beim Kauf eines Tablets am wichtigsten. Denn sie entscheiden, ob sich das Gerät besser zum Foto und Video anschauen eignet oder zum Lesen.

Vor dem Kauf eines Tablets sollten Verbraucher ihre Ansprüche an das Wunschgerät klar formulieren. Denn große und kleine Tablets haben unterschiedliche Vorzüge, berichtet die «Computerbild» in einem Test von 16 Android-Tablets (Ausgabe 24/13). Geräte mit Sieben- oder Acht-Zoll-Displays lassen sich bequem halten und bringen kaum mehr als 300 Gramm auf die Waage. Die Neun- und Zehn-Zöller wiegen dagegen im Schnitt gut doppelt so viel und büßen an Handlichkeit ein; dafür punkten die großen Displays beim Lesen von Webseiten und Anschauen von Fotos und Videos.

Bei der Laufzeit ergeben sich den Angaben zufolge dagegen keine Unterschiede: Sowohl die großen als auch die kleinen Tablets zeigten im Test durchschnittlich eine Ausdauer von 13 Stunden, die besten Geräte kommen sogar auf bis zu 21 Stunden.

Neben der Größe raten die Experten vor dem Kauf auch, das Handling zu checken. Wer ein Tablet in die Hand nimmt, merkt gleich, ob die Verarbeitung solide ist, alle Tasten leicht erreichbar sind, und ob keine scharfen Kanten oder Knöpfe stören. Im Test nervten bei einigen Geräten auch Ladestecker, die schon bei geringem Kabelzug aus der Buchse fliegen, Netzteile mit erheblichen elektrischen Mängeln und Touchscreens, die träge und ungenau reagieren.

Wichtig ist es auch, die Displays in näheren Augenschein zu nehmen. 7 der 16 getesteten Geräte stellten die Farben verfälscht dar. Vor allem wenn man viele Filme schaut, sollte die Auflösung bei den großen Tablets mindestens 1280 mal 800 Pixel (HD), besser aber 1920 mal 1200 Pixel (Full-HD) oder mehr betragen, so die Experten. Denn eine höhere Pixeldichte sorgt für ein schärferes Bild. Bei den kleinen Tablets bringe HD-Auflösung Filmgenuss.

Wer mit seinem Tablet unter allen Umständen eine qualitativ gute WLAN-Verbindung aufbauen können will, sollte darauf achten, dass das eingebaute Funkmodul nicht nur im 2,4- sonder auch im störungsfreien 5-Gigahertz-Bereich funken kann. Eine böse Überraschung kann es auch geben, wenn der eingebaute Speicher voll ist, und der Nutzer erst dann feststellt, dass es keinen SD-Karten-Schacht zur Erweiterung gibt.

Nicht ins Bockshorn jagen lassen sollten sich Verbraucher, wenn es um die Prozessoren geht. Eine aktuelle Zweikern-CPU kann den Angaben nach schneller rechnen als ein älterer Vierkern-Prozessor. Ohnehin sei das Zusammenspiel von Betriebssystem, Prozessor und Grafikchips meist wichtiger als eine schnelle CPU allein.

Bei den sechs getesteten kleinen Tablets zwischen 149 und 299 Euro schnitt das 299 Euro teure Samsung Galaxy Tab 3 8.0 (SM-T310) mit der Note 2,22 am besten ab. Platz zwei belegte das Google Nexus 7 (16 GB) mit der Note 2,35 für 229 Euro vor dem 189 Euro teuren Lenovo IdeaTab A3000-H (Note 2,48).

Testsieger bei den zehn großen Geräten zwischen 179 und 589 Euro wurde das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 (GT-P5200) für 449 Euro mit der Note 2,20, gefolgt vom Asus Memo Pad FHD10 für 349 Euro (Note 2,22) und vom 589 Euro teuren Sony Xperia Tablet Z 16 GB LTE (Note 2,29). Ebenfalls noch mit «Gut» (jeweils Note 2,42) wurden das Xoro Pad 9719QR für 249 Euro und das 299 Euro teure Lenovo Yoga Tablet 10 (WLAN) bewertet.

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