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Trampender Roboter reist quer durch Kanada

Ottawa. 
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Der trampende Roboter hitchBot hat seine Reise durch Kanada beendet. „Mein guter Freund hitchBot und ich haben es bis Victoria geschafft“, teilte seine PR-Agentin Johanna Vander-Maas am Ziel der 6000 Kilometer langen Reise per Anhalter von der Atlantik- zur Pazifikküste mit. Das Experiment, ob der kleine Roboter den Menschen vertrauen kann, ist offensichtlich gelungen.

Geschaffen wurde er von zwei Wissenschaftlern von der Ryerson University in Toronto, darunter der Deutschen Frauke Zeller. Sie wollen die Diskussion um den gesellschaftlichen Umgang mit Robotern vorantreiben: „Dieses Projekt dreht unsere Technologie-Angst um und fragt ,Können Roboter Menschen trauen?’", sagte Zeller zu Beginn von hitchBots Reise.

Ende Juli setzten seine Erfinder das Robotermännchen in Halifax am Straßenrand aus. Der nach oben gereckte Daumen seiner rechten Hand signalisierte: „Nehmt mich mit!“ Unzählige Reisende kamen der Aufforderung nach, manchmal nahmen sie ihn nur wenige Kilometer mit, manchmal waren es fast tausend Kilometer. Auf eine Mitfahrgelegenheit warten musste er nie lange, und immer wieder wurde er eingeladen – zu einer Hochzeit, einer Angelpartie oder einem Fest der Ureinwohner.

Das lag zum einen daran, dass der kleine Roboter schon nach kurzer Zeit zu einem Star wurde. Zehntausende verfolgten seine Reise auf Twitter und auf seiner Website. Als eine Galerie in Victoria nach dem erfolgreichen Abenteuer einen Empfang gab, war der Saal übervoll. Zum anderen hat hitchBot viel Charme: Dank eines eingebauten Computers ist er ein Smalltalk-Meister. Leerte sich sein Akku, bat er höflich darum, an den Zigarettenanzünder angeschlossen zu werden. Das Wissenschaftlerteam will nun die Kommentare auf Twitter und Facebook auswerten, um das Verhältnis Mensch-Maschine zu untersuchen.

(afp)
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