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Vollversion der DWD-WarnWetter-App jetzt kostenpflichtig

Weil ein privater Anbieter gegen die kostenlose Wetter-App des Deutschen Wetterdienstes geklagt hat, muss der DWD für einige Funktionen nun Geld verlangen. Mit der Einführung der Version 1.8 kostet die Vollversion der WarnWetter-App 1,99 Euro.
Schluss mit kostenlosen Profi-Wetterinformationen. Der Deutsche Wetterdienst muss nach einem Gerichtsurteil für die volle Funktionalität seiner WarnWetter-App nun Geld verlangen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Schluss mit kostenlosen Profi-Wetterinformationen. Der Deutsche Wetterdienst muss nach einem Gerichtsurteil für die volle Funktionalität seiner WarnWetter-App nun Geld verlangen.
Offenbach. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schränkt die kostenlos verfügbaren Funktionen seiner App WarnWetter ein. Die Vollversion kostet mit der neuen App-Version 1.8 nun 1,99 Euro für Android - und iOS-Geräte .

Nutzer können die erweiterten Funktionen per In-App-Kauf freischalten oder künftig eine deutlich eingeschränkte Ausgabe der App verwenden. Zum Funktionsumfang der Vollversion gehören das Niederschlagsradar mit Blitzdaten, aktuelle Satellitenbilder und Informationen zu tatsächlichen und gefühlten Temperaturen mit aktuellen UV-Daten. Wer den Kurs von Gewitterzellen prognostiziert haben will, erhält außerdem die aktuellen ortsbezogenen Vorhersagemodelle.

Anlass für die Einschränkungen ist ein Urteil des Landgerichts Bonn (Az.: 16 O 21/16), das ein privater Wetterdienst erwirkt hat. Demnach ist es dem DWD untersagt, die App in ihrer bisherigen Form kostenlos weiter zu betreiben. Nach Ansicht des Gerichts ist eine kostenlose Wetterinformation über rein amtliche Warnungen hinaus ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht.

Das Urteil und seine Folgen bedeuten aber nicht, dass die WarnWetter-App für Nichtzahler unbrauchbar wird. Viele hilfreiche Wetterdaten bleiben kostenlos verfügbar. Dazu gehören Warnlagen bis auf Gemeindeebene oder einstellbare Alarme bei Wetterereignissen. Nutzer können sich außerdem Orte einstellen, für die sie Warnungen erhalten wollen.

(dpa)
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