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Web.de und GMX verschlüsseln Daten im Online-Speicher

Nutzer von GMX und Web.de können Daten nun auch verschlüsselt auf den Servern der Online-Dienste lagern. Das Mediencenter des Mail-Kontos soll so zentraler Speicherplatz für persönliche Dokumente werden.
Nutzer von GMX und Web.de können mit den neuen Tresor-Apps kostenlos Dateien verschlüsseln und in ihrem Online-Speicher ablegen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn Nutzer von GMX und Web.de können mit den neuen Tresor-Apps kostenlos Dateien verschlüsseln und in ihrem Online-Speicher ablegen.
Karlsruhe. 

Web.de und GMX wollen ihre Cloud-Speicher zum zentralen Speicherort für sensible Dokumente ihrer Nutzer machen. Dazu können Daten ab sofort kostenlos verschlüsselt in gesicherten Ordnern des Mediencenters gespeichert werden.

Das über die Apps GMX Tresor und Web.de Tresor (Android/iOS/Windows) zugängliche Angebot ist laut Geschäftsführer Jan Oetjen auf besonders einfache Nutzung ausgelegt. Sind die Apps einmal installiert, wird im Mediencenter des Nutzerkontos ein gesicherter Tresor-Ordner angelegt, in den Dateien hochgeladen werden können.

Die Verschlüsselung der Daten findet bereits auf dem Smartphone oder Computer statt, auch die Übertragung erfolgt verschlüsselt. Sowohl unter iOS als auch in Android ist die Datensicherung über die Tresor-Apps nach der Installation bereits in die Optionen des jeweiligen Betriebssystems integriert.

Nach Unternehmensangaben nutzt etwa die Hälfte der rund 35 Millionen Kunden von GMX und Web.de bereits den Online-Speicher seines Mail-Kontos. Komplett verschlüsselt soll das Angebot auch künftig nicht sein. Die Daten-Tresore böten sich etwa für besonders persönliche Dateien wie Rechnungen, medizinische Unterlagen, Verträge, Ausweiskopien oder private Fotos an, so Oetjen. Mit dem Angebot grenzen sich Web.de und GMX auch von internationalen Mitbewerben ab. Hier ist die Verschlüsselung der gespeicherten Daten meist nur mit Lösungen von Drittanbietern möglich.

Die in den Tresor hochgeladenen Dateien können von GMX und Web.de nicht eingesehen werden, betont das Unternehmen. Nutzer sollten deswegen ihr bei der Installation der Tresor-Apps angelegtes Passwort gut verwahren. Im Verlustfall sind die im Netz gespeicherten Daten nämlich zwar weiterhin verschlüsselt, aber trotzdem rettungslos verloren.

(dpa)
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