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„Westworld” auf dem Smartphone und Licht im Labyrinth

Smartphone-Spieler haben diesen Monat die Wahl: Puzzeln, managen oder über Plattformen hüpfen - alles ist dabei. Bei „FRACTER” ist Köpfchen gefragt, um Licht ins Dunkel zu bringen, und „The Eyes of Ara” lässt den Adventure-Spaß der 90erJahre wieder aufleben.
Oben die Westernstadt, unten die hochmodernen Kunstmenschen. „Westworld” kann man nun auch auf dem Smartphone spielen. Foto: Warner Bros. Oben die Westernstadt, unten die hochmodernen Kunstmenschen. „Westworld” kann man nun auch auf dem Smartphone spielen.
Berlin. 

Klimawandel, Puzzles und ein Vergnügungspark - das gibt es in den Spiele-Neuheiten für Smartphones. Sechs Titel im Überblick:

Der Wilde Westen als Vergnügungspark

Einfach mal eine eigene kleine Wild-West-Welt erschaffen? Warner Bros. hat den Serien-Hit „Westworld” als Smartphonespiel umgesetzt - und das sogar ziemlich überzeugend. „Westworld” ist eine TV-Serie rund um einen gigantischen Vergnügungspark, deren Attraktion absolut lebensechte, künstliche Menschen sind, die glaubhaft den Wilden Westen vorleben. Besucher können hier tun, was sie wollen, und sich etwa als Sheriff versuchen, oder ihre böse Seite als Bandit ausleben.

In der Spielumsetzung für Android und iOS erschaffen Spieler in der Prärie so eine kleine Westernstadt, während im Untergrund von verborgen das eigentliche Herz des Parks entsteht. Hier werden die Hosts genannten künstlichen Menschen gebaut und gewartet. Jeder Host hat besondere Fähigkeiten und Aufgaben, um Gäste zu unterhalten. Diese Fähigkeiten können ausgebaut werden - für mehr Kundenzufriedenheit und letztlich mehr Einkünfte.

Kenner der Serie werden in „Westworld” viele Charaktere wiedererkennen, aber auch für alle anderen ist das Spiel eine spaßige Aufbausimulation. Das kostenlose „Westworld” beinhaltet auch In-Game-Käufe, für den Spielspaß sind die aber nicht nötig.

Plattformer-Spaß in 3D

Es gibt tausende Plattformer für Smartphones, aber nur wenige 3D-Varianten. Die Noodlecake Studios springen in die Bresche und liefern mit „Suzy Cube” ein 3D Jump'n'Run, das es mühelos mit Konsolenspielen aufnehmen kann. Nach etwas Einarbeitung ist die Touch-Kontrolle präzise genug für herausfordernde Sprung-Passagen. „Suzy Cube” erinnert wohlig an frühe 3D-Games wie „Mario 64” oder „Crash Bandicoot”. Große Polygone und bunte Farben zaubern eine Retro-Optik aus Zeiten des Nintendo 64 und der ersten Playstation.

Man könnte dem Spiel vorwerfen, sich etwas zu viel bei den Klassikern des Genres zu bedienen, aber besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht. So ist „Suzy Cube” ein abwechslungsreiches und spaßiges Spiel, das viel fürs Geld bietet. Ab 3,89 Euro ist es für Android und iOS erhältlich.

Mit dem U-Boot durch versunkene Städte

Die Folgen globaler Erwärmung sind bei „Earth Atlantis” von Pixel Perfex eindeutig sichtbar: Der Großteil der Erde ist überflutet. Zwischen versunkenen Städten bahnt sich ein kleines U-Boot seinen Weg. Sein Ziel ist die Rettung eines Forschungstrupps, der die Lösung zum Überleben der Menschheit gefunden haben könnte. Diese Unterseefahrt könnte lustig sein, leider ist die überflutete Erde von aggressiven und gigantischen Meerestieren bevölkert. Und die das kleine U-Boot töten wollen, sind die Torpedos im Dauerfeuer-Betrieb.

Neben dem hohen Aufkommen feindlicher Fische stellt auch die Navigation unter Wasser ein Problem dar. Die See verbirgt labyrinthartige Höhlen, mit zahlreichen Sackgassen, aber auch Geheimnissen. „Earth Atlantis” ist im Stil alter Seekarten gehalten. Das Spiel präsentiert sich wie verblichenen Tinte auf vergilbtem Papier und versprüht so den Charme eines historischen Abenteuers. Das Spiel kostet 5,49 Euro, eine Android-Version soll folgen.

Ist da Licht am Ende des Tunnels?

Das Licht in der Dunkelheit suchen Spieler in „FRACTER” von 4L Games. In ein dunkles Labyrinth versucht ein junger Held, Licht zu bringen. Dazu muss er jede Menge Rätsel lösen, indem er Licht mit Spiegeln und anderen Hilfsmitteln durch einzelne Räume leitet, die er nach und nach erhellt. Die anfangs einfachen und selbsterklärenden Rätsel werden im Laufe des Spiels immer schwieriger und sorgen an manchen Stellen für Überraschungen.

Genauso verblüfft, dass „FRACTER” trotz Reduzierung auf die Farben schwarz und weiß so viel Atmosphäre erzeugen kann. Das düstere Spiel erzählt ohne Worte eine Geschichte über die Reise des Protagonisten zur Selbstfindung. Es wird also in mehrerlei Hinsicht Licht ins Dunkel gebracht. Der Trip durch die Dunkelheit ist für iOS und Android erschienen und ab 4,19 Euro erhältlich.

Adventure-Spaß im Stil von „Myst”

„The Eyes of Ara” von 100 Stones Interactive führt Spieler zurück in das goldene Zeitalter der Point-and-Click-Adventures. Das Spiel für iOS erinnert an den Klassiker „Myst”, allerdings ohne eine direkte Kopie zu sein und grafisch auf der Höhe der Zeit. Spieler landen an einem Strand, der von einem gewaltigen Schloss überragt wird. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Schloss dringend erkundet werden will. In den vielen Räumen verbergen sich allerhand Maschinen, Hebel, verschlossene Kisten und Türen, die geradezu danach schreien, genauer untersucht zu werden.

Hier hat das Spiel gut bei „The Room” abgeschaut, denn Spieler können mittels Touch-Gesten an nahezu allen Sachen herummanipulieren. Dabei eröffnen sich neue Wege, Räume und natürlich Rätsel. Auch eine Geschichte wird erzählt, allerdings nur in Form gefundener Briefe und Aufzeichnungen. Menschen sucht man in dem verlassenen Schloss vergeblich, was der mysteriösen Atmosphäre des Spieles sehr gut tut. „The Eyes of Ara” kostet im App Store 5,49 Euro.

Kniffeliger Puzzle-Spaß

„Up Left Out” von Rainbow Train ist ein Puzzler der meditativen Sorte. Wie beim Schiebepuzzle sind auf einem Spielfeld viele Kacheln verteilt, aber es gibt nur eine freie Fläche, die man zu verschieben der Kacheln nutzen kann. „Up Left Out” fügt eine weitere Schwierigkeit hinzu. So sind alle Kacheln auf einen Pin gesteckt und lassen sich nur in einer Richtung von diesem entfernen. Es gibt also, die freie Fläche geschickt über das Spielfeld zu manövrieren, um alle Kacheln in die vorgeschriebene Richtung verschieben zu können.

Einmal vom Pin gelöst, lassen sich die Kacheln in beliebige Richtungen schieben, was die Arbeit vereinfacht. Bald kommen mehr Mechaniken hinzu. Etwa hinderliche Wände, die sich per Schalter verschieben lassen. Oder auch ein Knopf, der alle Kacheln dreht, wodurch sich die Richtung ändert, von dem sie sich vom Pin schieben lassen. Alle Mechaniken sind selbsterklärend und fügen sich so in den entspannten Minimalismus des Spiels ein. „Up Left Out” gibt es ab 99 Cent für Android und iOS.

(Von Benjamin Krüger, dpa)
Bilderstrecke „Westworld” auf dem Smartphone und Licht im Labyrinth
Oben die Westernstadt, unten die hochmodernen Kunstmenschen. „Westworld” kann man nun auch auf dem Smartphone spielen.Wie einst auf dem N64 geht es in „Suzy Cube” durch bunte Polygonwelten.Mit dem U-Boot durch versunkene Städte geht es in „Earth Atlantis” - und dabei trifft man allerlei fieses Großgetier.
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