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Ab Juli gilt Tempo 80 auf französischen Landstraßen

Auf Landstraßen ereignen sich die meisten Unfälle mit Todesfolge. So auch in Frankreich. Um die Zahl der Verkehrstoten zu verringern, wird deshalb dort die erlaubte Höchstgeschwindigkeit künftig auf 80 km/h abgesenkt.
Frankreich setzt das Tempolimit für Landstraßen ab 1. Juli von 90 auf 80 Stundenkilometer herab. Foto: Nicolas Tucat/AFP Frankreich setzt das Tempolimit für Landstraßen ab 1. Juli von 90 auf 80 Stundenkilometer herab.
Paris. 

Wer ab Juli auf Frankreichs Landstraßen unterwegs ist, nimmt besser den Fuß vom Gas. Denn mit Monatsbeginn sind dort nur noch 80 statt bisher 90 Kilometer pro Stunde (km/h) erlaubt. Alle Radarfallen sollen pünktlich auf das niedrigere Limit scharfgestellt werden.

Tempo 80 gilt dann für alle Straßen mit jeweils nur einer Fahrspur pro Richtung, bei denen die Fahrtrichtungen nicht etwa mit einer Leitplanke getrennt sind. Mehr als die Hälfte aller Unfalltoten in Frankreich sind auf solchen Straßen zu beklagen.

Ziel der Beschränkung ist laut französischer Regierung, die Zahl der Toten zu senken. Diese hatten zwar im Jahr 2013 einen Tiefstand erreicht, stiegen seitdem aber drei Jahre hintereinander leicht an. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 3448 Menschen auf Frankreichs Straßen (Überseegebiete nicht eingeschlossen).

Das sind mehr Tote als in Deutschland, wo 3177 Menschen bei Verkehrsunfällen starben. Dabei lebt im Bundesgebiet gut ein Viertel mehr Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland gilt ein Tempolimit 100 km/h auf den Landstraßen. Auch hier wird immer mal wieder über eine Tempo-80-Beschränkung diskutiert.

In Frankreich hat die Regierung zugesagt, dass die Neuregelung erstmal zwei Jahre versuchsweise gelten soll. „Wenn das nicht läuft, werden wir nicht weitermachen”, versicherte Staatschef Emmanuel Macron in einem TV-Interview.

(dpa)
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