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Alpenverein: Klimawandel macht Berge gefährlicher

Auf Touren in den Hochalpen kommt es immer öfter zu schweren Unfällen. Auch die Zahl der Todesopfer steigt. Der Deutsche Alpenverein sieht in dem Klimawandel eine der Ursachen.
Die Hochalpen üben auf viele Wanderer eine große Faszination aus. Doch die Besteigung wird immer gefährlicher. Grund Foto: Stefan Puchner Die Hochalpen üben auf viele Wanderer eine große Faszination aus. Doch die Besteigung wird immer gefährlicher. Grund
München. 

Der Klimawandel macht hochalpine Bergtouren gefährlicher. Muren, Steinschläge und Bergstürze erhöhten das Risiko, und das Schmelzen von Schnee und Eis mache Passagen schwieriger, berichtete der Deutsche Alpenverein (DAV) in München.

Immer mehr Wege führen über Blankeis, und die Gletscher würden steiler - damit steige die Rutschgefahr. Bei einem Unfall in den Zillertaler Alpen verunglückten im August 2017 sechs Alpenvereinsmitglieder, da ein Mitglied stürzte und alle anderen am Seil mit in den Tod riss.

Insgesamt starben in den Jahren 2016 und 2017 bei drei derartigen Mitreißunfällen elf DAV-Mitglieder; im Vergleichszeitraum 2014 und 2015 waren es bei einem Unfall zwei gewesen, berichtete der DAV nach Auswertung der Unfallzahlen seiner 1,2 Millionen Mitglieder.

„Ich habe solche Veränderungen im Hochgebirge noch nie gesehen. Es gibt viel mehr blankes Gletschereis”, sagte Christoph Hummel von der DAV-Sicherheitsforschung. „Es wird schwieriger - und dazu kommt, dass das in den Köpfen noch nicht angekommen ist. Die veränderten Bedingungen machen andere Sicherungsmaßnahmen notwendig.”

Immer häufiger werde die Rettung auch alarmiert, weil sich Menschen verlaufen. „Wir haben eine Verdoppelung von Notrufen wegen Verirrens”, sagte Hummel. Vermutung: Tourentipps im Internet lockten Menschen auf Wanderungen, die sie dann nicht ausreichend vorbereiten. Insgesamt 751 Alpenvereinsmitglieder brauchten 2016 und 2017 im Wandergelände Hilfe. In den beiden Jahren vorher waren es 629. In 47 Prozent der Fälle waren Stolpern, Umknicken oder Sturz die Ursache. In einem Drittel der Fälle mussten die Menschen gerettet werden, weil sie nicht weiter konnten - oder eben sich verlaufen hatten.

(dpa)
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