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Dicke Füße nach langen Flügen: Einbildung oder Gefahr?

Auf langen Flügen sollen sich Passagiere bewegen. Sonst schwellen die Beine an. Doch die meisten hören nicht darauf und schauen sich lieber ganz faul die neusten Filmen an. Ist das ein Fehler?
Bei einem Flug leiden die Beine. Foto: Christian Charisius/dpa Bei einem Flug leiden die Beine. Foto: Christian Charisius/dpa
Berlin. 

Nach Stunden über den Wolken setzt das Flugzeug endlich zur Landung an - doch beim Versuch die aus Bequemlichkeit ausgezogenen Schuhe wieder zuzuschnüren, stellt man fest: Das hat vorher irgendwie besser gepasst. Schwellen Füße und Waden im Flugzeug wirklich an?

Ja, möglich ist das. „Ab einer Flugzeit von vier Stunden kann es zu einer Beinschwellung kommen”, erklärt Rupert Bauersachs von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (Gefäßmedizin). Die Schwellung an sich ist erst einmal harmlos und bildet sich nach dem Flug normalerweise wieder zurück. Vorbeugen kann man schon mit leichten Kompressionsstrümpfen. Wer in einer höheren Klasse fliegt, kann natürlich auch die Füße hochlegen.

Kritischer, aber auch deutlich seltener ist eine Thrombose. Durch die dünne und trockene Luft im Flugzeug, den Bewegungsmangel und die abgeknickten Knie werde das Blut dicker und könne sich stauen, sagt Bauersachs.

Frauen hätten grundsätzlich ein höheres Risiko als Männer, auch die Einnahme der Pille erhöhe die Gefahr. Damit kein Gerinnsel entsteht, sollten Fluggäste mit ihren Füßen wippen, die Wadenmuskeln anspannen, Schlaftabletten, zu viel Kaffee und Alkohol vermeiden und immer mal wieder den Gang auf- und abgehen.

Hält die Schwellung an und spürt man nach dem Flug zunehmende Schmerzen, die einem Muskelkater ähneln, sollte man einen Arzt aufsuchen. Personen, die schon einmal selbst eine Thrombose oder einen Fall in der Familie hatten, empfiehlt Bauersachs vor der Reise eine ärztliche Beratung.

(dpa)
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