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Las Palmas: Kanarische Winterfreuden

Am Strand von Las Palmas beginnt der Karneval: Das Motto für dieses Jahr: Tausend und eine Nacht.
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Mit der beschaulichen Winterruhe ist es fast schon vorbei: Nur noch ein paar Tage, dann tobt drei Wochen lang der Karneval mit südamerikanischem Temperament über die Strände von Gran Canaria. Das Motto für dieses Jahr: Tausend und eine Nacht. Eine willkommene Abwechslung für die deutschen Überwinterer, die die „Insel des Frühlings“ genießen. „Schönes Wetter, Strand und Dünen im Süden, städtisches Leben und Kultur im Norden: Wir haben in unserem Miniaturkontinent eigentlich alles“, sagen auch die Bewohner der Kanarischen Insel. Dazu gehören konstante Wärme, eine kosmopolitische Hauptstadt, gleich nebenan ländliche Ruhe, aber auch Urlauberwelten und Natur – und eben der Karneval. Sogar Schnee gebe es auf den Bergen manchmal, betont ein Kioskbesitzer. Dass er wie alle Canarios für nur die Hälfte des üblichen Preises aufs spanische Festland fliegen könnte, hat er nie genutzt. Und wird es wohl auch nicht. Sein Garten ist ihm wichtiger. Nur Manuel, den Reiseführer, zieht es ab und an aufs spanische Festland und in die Fremde: Er lebt in der Hauptstadt. „Es gab eine Zeit, da war der Hafen von Las Palmas fast so wichtig wie Rotterdam“, sagt er. Immerhin soll der erfrischende Passatwind Kolumbus vom Hafen von Las Palmas aus 1492 nach Amerika geführt haben. Die Casa de Colón, ein prächtiger Stadtpalast aus dem 15. Jahrhundert im angesagten Altstadtviertel Vegueta, zeichnet die Geschichte des Seefahrers nach.

Sitzungen mit
Meerblick

Seehandel spielt jetzt nicht mehr die große Rolle im Hafen, Kreuzfahrer dominieren eher. Etwas abseits im Sporthafen verströmen vertäute Segelboote Urlaubsatmosphäre. Davor rauscht der Stadtverkehr, bis die verwinkelten Gässchen von Vegueta die Hektik wieder draußen lassen. Aber still ist es trotzdem nicht. Auf der Plaza de Santa Ana vor der Kathedrale toben Kinder. Das stört im klassizistischen Rathaus gegenüber der Kathedrale keinen. „Das Rathaus dient nur mehr für Sitzungen“, grinst Manuel. Verwaltet wird die Insel heute von einem ehemaligen Hotel aus am Hafen. „Mit Balkon und Meerblick“.

Vor dem Markt singt und spielt samstags eine kleine Rentnergruppe Volkslieder, nicht für Geld, sondern einfach aus Lust und Laune. Auch die alten Herren kennen kein Fernweh. Sie sind froh, dass die Inselgroßstadt mehr als 30 Kilometer entfernt liegt. Selbst das nahe Santa Brígida, in dem die Reichen von Las Palmas in alten Herrenhäusern und schicken Villen mit großen Gärten und kleinen Orangenplantagen wohnen, ist für sie eine eher fremde Welt.

Nachtleben
als Kontrast

Da liegt ihnen der Jardín Canario schon näher. Zumindest für einen gelegentlichen Ausflug. Höhlen, Wasserfälle, Weisheitsbrunnen und fast alle der über 500 endemischen Pflanzenarten bilden neben einer einzigartigen Sukkulentensammlung einen 27 Hektar großen Park. Über so viel üppiges Grün staunen auch die hessischen Touristinnen. Der Bus bringt sie zurück zur Playa del Inglés im sonnensicheren Süden, die mit ihrem Strand- und Nachtleben das Kontrastprogramm zur grünen Stille des Botanischen Gartens bietet.

Doch zum Sonnenuntergang um kurz nach Sechs wollen wir wieder am Hotel an der Playa de las Canteras sein. Dann ist die Zeit für einen Strandspaziergang auf dem drei Kilometer langen Strand. Einkehr für ein kleines Glas Wein mit Tapas nicht unwahrscheinlich. Denn hinter dem feinen, goldgelben Sand verläuft der Paseo, an den sich Bars, Restaurants und Hotels reihen. Eine leichte Windjacke reicht, denn unter 16 Grad sinkt die Temperatur in Las Palmas abends und nachts auch im Winter selten. Karin Willen

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