Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Mehr als „Bling-Bling”: Was Luxusurlaub heute ausmacht

Champagner und Kaviar zum Dinner? Von wegen. Der deutsche Luxusurlauber will lieber Slow Food. Und eine riesige Suite mit Marmor im Bad ist auch nicht mehr das, worauf es ankommt. Exklusiv und exotisch statt nur protzig ist heute das Motto.
Urlaub an unberührten Sandstränden: Luxus bedeutet nicht zwingend, das alles besonders schick sein muss. Auch Einsamkeit ist manchen Reisenden viel Geld wert. Foto: Hilke Segbers Urlaub an unberührten Sandstränden: Luxus bedeutet nicht zwingend, das alles besonders schick sein muss. Auch Einsamkeit ist manchen Reisenden viel Geld wert. Foto: Hilke Segbers
Berlin. 

Größer, teurer, schicker - das ist bei Luxusurlaub heute längst nicht mehr alles. Reisende suchen vielmehr ein einzigartiges Erlebnis, sagt Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung beim Veranstalter Thomas Cook.

Der setzt inzwischen mit seiner Marke Thomas Cook Signature und der Produktlinie Finest Selection voll auf Premiumgäste. Worauf es diesen Gästen ankommt, erklärt Berk im Interview mit dem dpa-Themendienst. 

Was bedeutet heutzutage Luxus beim Thema Urlaub?

Das beinhaltet zum einen natürlich einfach mehr Komfort, mehr Service, mehr Privatsphäre. Und für viele gehören exotische Traumziele dazu - statt Mallorca eben eher die Malediven.

Und was hat sich dabei verändert?

Bling-Bling ist nicht mehr das Gebot der Stunde. Und es müssen auch nicht Champagner und Kaviar sein. Gerade Deutschen sind zum Beispiel eher Dinge wie Nachhaltigkeit und Slow Food mit regionalen Zutaten wichtig. Generell geht es mehr in Richtung Einzigartigkeit, das Erlebnis ist wichtig. Eine Flugsafari in Botswana zum Beispiel oder ein Badeurlaub in Mosambik, wo es dann nur ein Hotel am Strand gibt. Das sind einfach Dinge, die noch nicht so viele Leute gemacht haben.

Und welche Vorteile genießt man ganz praktisch?

Das fängt an beim Flug in einer gehobenen Klasse oder einem Privattransfer zum Hotel. Oder auch einem Transfer mit dem Wasserflugzeug statt mit der Fähre - das sind so kleine Schmankerl. Vor Ort geht das dann bis hin zum Butlerservice. Und vor Ort wird man von der Reiseleitung individuell beraten und kann zum Beispiel Ausflüge auch allein machen.

Wie viel kosten denn solche Reisen?

Von Premiumreisen spricht man generell ab Preisen von 120 Euro pro Tag.

Und wer bucht solche Reisen?

Der typische Gast ist um die 50, hat ein gehobenes Einkommen und schon viel Reiseerfahrung. Das sind zum Beispiel die Empty-Nest-Gäste, also Ältere, bei denen die Kinder schon aus dem Haus sind. Aber es gibt auch Familien, die sich das leisten. Das Segment ist in der jüngeren Zeit überdurchschnittlich gewachsen.

ZUR PERSON: Stefanie Berk ist Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Thomas Cook Touristik GmbH.

(Interview: Tobias Schormann, dpa)
Zur Startseite Mehr aus Reise

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse