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New York bekommt neues Fähren-Netz

New York gilt als Beton-Metropole, aber die Stadt hat auch mehr als 900 Kilometer Küste und viele Strände. Jetzt startet ein neues Fährsystem, das die Lage am Meer erstmals zentral organisiert ausnutzen will. Das freut Pendler und Touristen.
Den Big Apple vom Wasser aus sehen: In New York wird erstmals ein zentral organisiertes Fähren-Netz eingeführt. Foto: NYC Ferry/dpa-tmn Den Big Apple vom Wasser aus sehen: In New York wird erstmals ein zentral organisiertes Fähren-Netz eingeführt. Foto: NYC Ferry/dpa-tmn
New York. 

Die großen gelben Fähren, die in New York rund um die Uhr die Stadtteile Manhattan und Staten Island verbinden, sind wohl schon längst kein touristischer Geheimtipp mehr.

22 Millionen Einheimische und Besucher fahren jedes Jahr mit der Staten Island Ferry - und genießen vom Boot aus den spektakulären Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan.

In der Metropole am Meer gibt es noch mehr Fähren, aber bislang war das Netz zerstückelt und unübersichtlich. Ab dem 1. Mai soll sich das ändern. Erstmals wird ein zentral organisiertes Fähren-Netz eingeführt - zur Freude von New Yorkern und Touristen.

Wie sieht das neue Fähren-Netz aus?

Das Netz soll in mehreren Schritten ausgebaut werden. Die Stadt New York hat damit die Firma Hornblower beauftragt, die auch zuvor schon Fährverbindungen im Hafen angeboten hat.

Anfang Mai starten Verbindungen von Manhattan aus zu der vorgelagerten Halbinsel Rockaway im Stadtteil Queens und über den East River nach Long Island City in Queens und nach Brooklyn.

Ab Juni sollen Haltestellen im Süden von Brooklyn und ab August im Norden von Queens dazukommen, im kommenden Jahr der Süden von Manhattan und die Bronx. Mehr als 20 Stopps soll es insgesamt geben. Erwartet werden rund 4,6 Millionen Fahrgäste pro Jahr.

Was sind das für Fähren?

Die Betreiberfirma hat die weiß-blauen Boote neu anfertigen lassen. 150 Menschen passen auf jedes davon. Es soll WIFI geben, Stellplätze für Fahrräder und je nach Route auch Surfbretter. 20 Boote sollen es insgesamt werden. Die Namen durften Schüler der Stadt aussuchen. Sie entschieden sich unter anderem für „McShiny”, „Lunchbox” und „Friendship Express”.

Was soll eine Fahrt mit der Fähre kosten?

Genauso viel wie eine Fahrt mit der U-Bahn: 2,75 Dollar (etwa 2,50 Euro), egal wie weit und lange man unterwegs ist. Die Stadt New York subventioniert den Betrieb mit rund 30 Millionen Dollar im Jahr, zusätzlich zu den rund 55 Millionen Dollar, die sie in Fährinfrastruktur steckt.

Warum wurde das neue Fähren-Netz denn jetzt notwendig?

Im 19. Jahrhundert sei die Stadt ein „Fähren-Wunderland” gewesen, schreibt die „New York Times” . Die Lage am Hafen prädestiniert sie dazu, ähnlich etwa wie in Sydney. Aber dann wurden Brücken gebaut und Autos, Busse und U-Bahnen immer wichtiger.

Die Straßen und U-Bahnen sind aber mittlerweile völlig überlastet. Zudem sind die Fähren ein Prestige-Projekt von Bürgermeister Bill de Blasio, der Ende des Jahres wiedergewählt werden möchte.

Bedeutet das ein Ende für das Fähren-Chaos im New Yorker Hafen?

Nur teilweise. Immerhin sollen damit endlich vier der fünf Stadtteile New Yorks mit einem Fähren-Netz verbunden werden, zu einem festen Preis. Für die Ostseite der Stadt und Hunderttausende Menschen in Manhattan, Brooklyn, Queens und der Bronx könnte das ein großer Gewinn sein - auch für Urlauber am Big Apple.

Aber viele der anderen Fähren mit unterschiedlichen Fahrplänen, Betreibern, Routen und Preisen wird es weiter geben - zum Beispiel die nach Staten Island oder auch die in den westlichen Bundesstaat New Jersey, mit denen ebenfalls viele Menschen fahren.

Warum sollten Touristen die neuen Fähren nutzen?

Auf einem Boot über den East River zu fahren, dabei die Brise zu genießen, die Skyline und Brücken der Stadt zu bewundern und das alles für vergleichbar günstige 2,75 Dollar - das ist für einen Touristen in New York schon schwer zu toppen.

Aber auch die schon bestehenden Fähren bieten einiges: Die Staten Island Ferry etwa ist umsonst und fährt noch dichter an der Freiheitsstatue vorbei.

(Von Christina Horsten, dpa)
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