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Thailand erlaubt auf Insel keine Übernachtungsgäste mehr

Die Anzahl an Touristen nimmt stetig zu und damit auch die Probleme für die Umwelt. Nun hat die thailändische Ferieninsel Ko Similan die Konsequenzen aus dem Besucheransturm gezogen und lässt keine Übernachtungsgäste mehr zu.
Thailand-Touristen, hier am Strand von Phuket, können nun nicht mehr auf der Ferieninsel Ko Similan übernachten. Foto: Narong Sangnak/Archiv Thailand-Touristen, hier am Strand von Phuket, können nun nicht mehr auf der Ferieninsel Ko Similan übernachten.
Bangkok. 

Auf der thailändischen Ferieninsel Ko Similan sind künftig keine Übernachtungen mehr erlaubt. Die kleine Insel an Thailands Westküste in der Andamanensee darf nur noch von Tagestouristen betreten werden.

Damit wollen die Behörden Umweltschäden verhindern. Ko Similan, das zu einem Nationalpark gehört, liegt etwa eine Stunde Bootsfahrt von der Küste entfernt. Dort gibt es mehrere Bungalows und Campingplätze, die alle dem Staat gehören. Bislang galt die Insel noch einigermaßen als Geheimtipp.

Der Chef der zuständigen Meeresschutzbehörde, Thon Thamrongnawasawat, begründete das Verbot in der „Bangkok Post” mit einer „überwältigenden Zahl” an Touristen, die inzwischen auf die Insel wollten. „Auch künftig können sie wandern, schwimmen und tauchen. Aber am Ende des Tages müssen sie wieder runter.” Die Bungalows werden jetzt umgebaut.

Auch der Traumstrand aus dem Hollywood-Film „The Beach” ist von nun an für vier Monate gesperrt. Damit soll sich die Maya Bay - so der offizielle Name des Strandes auf der Insel Ko Phi Phi im Süden Thailands - vom Ansturm der Touristen erholen können, die ihn regelrecht belagern. Die Umweltschäden sind massiv. Mit Beginn der Hauptsaison im November dürfen Urlauber allerdings wieder ins Wasser - wenn auch nicht mehr bis zu 5000 Menschen wie bisher, sondern höchstens nur noch 2000.

Mit der Schließung von Maya Bay soll vor allem den dortigen Korallenbänken die Möglichkeit gegeben werden, sich zu regenerieren. Der Strand mit weißem Sand, türkisblauem Wasser und Palmen ist bei Thailand-Urlaubern extrem beliebt. Viele Touristen stellen sich ins Wasser, um vor der Traumkulisse Selfies zu machen. Aber auch Plastikmüll schwimmt herum. Immer wieder kommt es zudem vor, dass Schnorchler Korallen abbrechen. Zeitweise ankern dort Dutzende Boote. Kontrolliert wird dies von Strandwärtern über ein Schichtsystem.

Bekannt wurde der Strand vor allem durch „The Beach”, ein Film über amerikanische und europäische Rucksack-Touristen aus dem Jahr 2000 mit Leonardo DiCaprio in einer der Hauptrollen. Experten zweifeln, dass die viermonatige Pause genug ist. Der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat sagte: „Zeitweise Schließungen können ein Stück weit helfen. Ideal wäre aber nur eine dauerhafte Schließung, was nicht möglich ist, weil wir vom Tourismus abhängig sind.”

(dpa)
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