Trends der Sommerkataloge 2013

Von Tobias Schormann, dpa
Die Kataloge der Veranstalter für den Sommer 2013 liegen inzwischen in den Reisebüros. Für Türkeiurlauber enthalten sie schlechte Nachrichten: Reisen dorthin werden teurer. Und auch für andere Ziele müssen Kunden tiefer in die Tasche greifen.
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Berlin. 

Die Kataloge der Veranstalter für den Sommer 2013 liegen inzwischen in den Reisebüros. Für Türkeiurlauber enthalten sie schlechte Nachrichten: Reisen dorthin werden teurer. Und auch für andere Ziele müssen Kunden tiefer in die Tasche greifen.

Sonne, Meer und Strand - was gibt es Besseres, um sich vom nasskalten Herbst abzulenken, als an den nächsten Sommerurlaub zu denken? Das tun auch die Veranstalter bereits - sie haben in den vergangenen Wochen ihre Programme für den Sommer 2013 vorgelegt. Einige Trends der Kataloge im Überblick:

Türkei wird teurer: Das ist eine schlechte Nachricht für viele Urlauber - immerhin ist das Land inzwischen das Sommerziel Nummer drei im Ausland nach Spanien und Italien. Viele Veranstalter heben die Preise jetzt an. Um 3 Prozent steigen sie bei den Bausteinveranstaltern der Rewe Group (Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC). Tui verlangt 2,5 Prozent mehr. Plus 2 Prozent sind es bei Öger Tours, FTI und der Rewe-Pauschaltouristik.

Die Beliebtheit des Landes dürfte dadurch aber nicht sinken: "Der Türkei-Boom wird nicht nachlassen, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist stimmig", sagt Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband (DRV). Ähnlich sieht das der Tourismusforscher Prof. Torsten Kirstges: "Ein moderater Preisanstieg wird zu keinem Einbruch führen", erklärt der Direktor des Instituts für innovative Tourismus- und Freizeitwirtschaft (ITF) an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven.

Fernreisen kosten mehr: Wer von Urlaub unter Karibikpalmen träumt, könnte beim Blick auf die Preise in den Sommerkatalogen etwas schlucken - in einigen sind Fernziele um bis zu 10 Prozent teurer geworden. Das gilt im Fall der Karibik für Dertour und Meier's Weltreisen. Grund sei der gestiegene Wert des US-Dollars gegenüber dem Euro, erklärte Michael Frese, Sprecher der Geschäftsführung. Ebenso stark steigen bei ihnen auch die Preise für die USA, Mittel- und Südamerika sowie Dubai, die Malediven und Bali. Bei der Rewe-Pauschaltouristik werden Fernreisen im Schnitt 3 Prozent teurer, bei Tui gilt dasselbe für Reisen nach Asien und in die Karibik. Auch bei Alltours und FTI steigen die Preise für Fernziele.

Preisnachlässe: Die Umbrüche im arabischen Frühling hatten viele Urlauber von Ländern in Nordafrika abgeschreckt. Inzwischen hat der Tourismus dort wieder angezogen, erklärt Schäfer. "Daher normalisieren sich die Preise wieder." Allzu große Schnäppchen dürfen Urlauber also nicht mehr erwarten. Dennoch locken einige Veranstalter weiter mit Preisnachlässen, damit diese Entwicklung 2013 nicht nachlässt: Bei Thomas Cook wird zum Beispiel Tunesien 2 Prozent günstiger, FTI bietet Reisen nach Ägypten und Tunesien um bis zu 3 Prozent billiger an. Auch Alltours senkt die Preise für Ägypten und Tunesien.

Exklusives: Einige Veranstalter setzen verstärkt auf exklusiv angebotene Hotels. Die Tui etwa hat rund 150 000 Betten im kommenden Sommer im Programm, die sonst nirgends im deutschen Markt zu buchen sind - 30 000 mehr als bislang. Auch bei Alltours geht der Trend dahin: Im Sommer 2013 hat der Veranstalter mehr als 35 000 Betten exklusiv für den deutschen Markt im Programm - rund 11 Prozent mehr als in diesem Jahr.

Neue Ziele: "Im Grunde sind alle Reiseziele heute erschlossen", sagt Prof. Kirstges. Dennoch gibt es jedes Jahr ein paar neue Ziele in den Katalogen. Bhutan ist zum Beispiel bei Meier's Weltreisen erstmals dabei. Gebeco nimmt die Mongolei ins Programm auf. Und Studiosus führt Urlauber künftig auch durch Bangladesch, Papua-Neuguinea und Simbabwe. Bedarf für solche Ziele gebe es durchaus, erklärt Kirstges.

Newcomer 2013: Spanien ist seit Jahren Nummer eins der Sommerziele im Ausland - das dürfte auch im kommenden Jahr so bleiben. Trendziele seien außerdem Adrialänder wie Kroatien und Slowenien, sagt Schäfer. Ein weiterer aufstrebender Newcomer ist Montenegro. Nach dem Kosovo-Konflikt seien viele Urlauber dort weggeblieben - in den 70er und 80er Jahren seien aber viele Deutsche dorthin gefahren, sagt Schäfer. Und auch Promis und Filmemacher haben das Land bereits entdeckt: Brad Pitt war schon da, und Daniel Craig mimte dort James Bond in "Casino Royale".

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