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Liftanlagen und Beschneiungsmaschinen: Wie viel Energie verbraucht ein Skigebiet?

Von Ein Vergleich zeigt: Das Oktoberfest in München ist wesentlich stromintensiver.
Eine Schneekanone produziert am Fellhorn bei Oberstdorf Eiskristalle. Dafür braucht man natürlich Strom, aber nicht so viel, wie man vielleicht denkt. Foto: Stefan Puchner (dpa) Eine Schneekanone produziert am Fellhorn bei Oberstdorf Eiskristalle. Dafür braucht man natürlich Strom, aber nicht so viel, wie man vielleicht denkt.
Frankfurt.  Liftanlagen und Beschneiungsmaschinen verbrauchen weniger Strom, als man vielleicht denkt. In der Skiregion Oberstdorf-Kleinwalsertal sind es nach Auskunft der Bergbahnen etwa 9,4 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das sind in etwa so viel, wie 2300 Familien mit je vier Personen in diesem Zeitraum verbrauchen, also ein Ort mit 9200 Einwohnern. Zum Vergleich: Das Oktoberfest in München ist viel energieintensiver als die Skiregion. An den 15 Festtagen verbrauchen die Wiesn laut Auskunft der Münchner Stadtwerke schon etwa ein Drittel des Stroms, den die Bergbahnen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal im gesamten Jahr benötigen.

In die Rechnung einbeziehen muss man jedoch, dass im Skigebiet der gesamte Energiebedarf höher ist. 57 Prozent werden durch Elektrizität gedeckt, 30 Prozent liefert Diesel-Kraftstoff, der zum Beispiel Pistenraupen antreibt. 13 Prozent werden durch fossile Kraftstoffe gewonnen. Auf der Habenseite steht, dass die Bergbahnen etwa neun Prozent des Strombedarfs durch regenerative Energien selbst gewinnen, durch Wasserkraft oder Photovoltaik.

Die Bergbahnen haben alles zusammengerechnet und kommen für den einzelnen Skifahrer pro Tag auf einen Energiebedarf von 16 Kilowattstunden. Damit könnte man nach Angaben von Stromanbietern 16 Maschinen Wäsche waschen oder 240 Hemden bügeln. Die Bergbahnen rechnen vor, dass man mit der Energie von 16 Kilowattstunden per Auto gerade mal 22 Kilometer weit käme. Und für einen Urlaubsflug in die Karibik (das Beispiel ist Frankfurt–Santo Domingo und zurück) könnten so die Angaben 168.750 Skifahrer einen Tag in den Bergen verbringen.
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