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Wissenschaft und Hochprozentiges: Zu Besuch in Wolfenbüttel

Hort des Wissens: Rund eine Million Bände befinden sich im Bestand der international renommierten Bibliotheca Augusta. Foto: Stadt Wolfenbüttel Bilder > Hort des Wissens: Rund eine Million Bände befinden sich im Bestand der international renommierten Bibliotheca Augusta. Foto: Stadt Wolfenbüttel
Wolfenbüttel. 

Rund eine Million Bände umfasst die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Besucher kommen in die niedersächsische Stadt jedoch nicht nur wegen der Wissenschaft. Auch ein Kräuterlikör trat von hier aus seinen Siegeszug an.

Buchrücken an Buchrücken stehen die Folianten auf drei Etagen zwischen den Säulen der Augusteerhalle. Rund eine Million Bände befinden sich im Bestand der international renommierten Forschungsbibliothek. Doch Wolfenbüttel ist noch aus einem anderen Grund weltweit in aller Munde: Alle 90 Sekunden trinkt irgendwo auf der Welt jemand einen Jägermeister aus der niedersächsischen Kleinstadt.

Anstoßen konnte Herzog August mit dem Kräuterlikör allerdings nicht, als er 1572 seine Bibliothek gründete. Das kultige Getränk wurde erst 1935 erfunden. Für die 60 000 Titel in der Augusteerhalle erstellte Herzog August persönlich das Katalogsystem. Damit musste auch der berühmteste Bibliothekar der Stadt arbeiten: Gotthold Ephraim Lessing. Von 1770 bis zu seinem Tod 1781 war er in Wolfenbüttel angestellt, ab 1777 lebte er nur ein paar Schritte entfernt von seiner Arbeitsstätte im Hofbeamtenhaus. In dem spätbarocken, gelb-weißen Parkschlösschen schrieb Lessing nach dem Tod von Frau und Kind unter anderem «Nathan der Weise». Heute beherbergt das Lessinghaus ein kleines Literaturmuseum.

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(Von Nicole Jankowski, dpa)
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