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Anonyme Bestattung, See,- Flug- und Weltraumbestattung

Mittlerweile können sich etwa zehn Prozent der Deutschen vorstellen, anonym bestattet zu werden. Auf fast jedem Friedhof ist es inzwischen möglich, anonym, also ohne Namensnennung und Grabkennzeichnung die letzte Ruhe zu finden. Ausschlaggebend dafür ist oft, dass die anonyme Bestattung kostengünstiger ist. Außerhalb erspart sie anschließend die Grabpflege.
Seebestattung Bild-Zoom

Anonyme Bestattung

Mittlerweile können sich etwa zehn Prozent der Deutschen vorstellen, anonym bestattet zu werden. Auf fast jedem Friedhof ist es inzwischen möglich, anonym, also ohne Namensnennung und Grabkennzeichnung die letzte Ruhe zu finden. Ausschlaggebend dafür ist oft, dass die anonyme Bestattung kostengünstiger ist. Außerhalb erspart sie anschließend die Grabpflege. Wer durch eine anonyme Beisetzung seinen Angehörigen Geld sparen möchte, sollte aber bedenken, dass er ihnen beispielsweise bei der Bestattung auf  einer Wiese auf diese Weise keinen Ort des Andenkens und der Trauer lässt.

Anders ist das bei Baumbestattung, einer relativ neuen Art der anonymen Bestattung. Die Asche oder Urne des Verstorbenen wird an den Wurzeln eines jungen oder neu gepflanzten Baumes beigesetzt, der sich in der Regel auf einem kommunalen Friedhof befindet. Der Baum kann bereits zu Lebzeiten – eventuell zusammen mit Familienangehörigen und Freunden – gepflanzt werden. Durch eine Vielzahl von Bestattungen entsteht ein neuer Wald. Seit kurzem bieten auch private Unternehmen Baumbestattungen an, wie  beispielsweise die Firmen „Friedwald“ oder „Ruheforst“. Es gibt auch Baumbestattungen, die nicht anonym sind. In diesem Fall wird an den Bäumen ein Namenschild angebracht.

Seebestattung

Auch die Seebestattung einer Urne ist möglich. In Deutschland kommen dafür  die Nord- und die Ostsee in Frage. Angehörige können bei der Seebestattung dabei sein, es kann aber auch anonym bestattet werden. Eine Spezialurne, die sich im Wasser auflöst, wird außerhalb der drei-Meilen-Zone vom Kapitän eines Schiffes beigesetzt. Die Trauerrede spricht der Kapitän oder ein Pfarrer. Zum Abschied läutet nach altem Seemannsbrauch die Schiffsglocke. Für die Seebestattung muss eine handschriftliche Bestätigung des Verstorbenen oder seiner Angehörigen vorliegen.

Flugbestattung

Nach einer Einäscherung wird die Asche von einem Helikopter ausgestreut. Die Angehörigen können dabei sein. Für diese Art der Bestattung muss eine Willenserklärung des Verstorbenen und eine behördliche Genehmigung vorliegen.

Weltraumbestattung

Eine Variante für Exzentriker: 1997 hat die US- Rakete „Pegasus XL“ von Gran Canaria aus 24 Mini-Urnen in das Weltall schoss. Je nach Geldbeutel kreisten die Metallkapseln der Verstorbenen zwischen 15 Monaten und zehn Jahren um unseren Planeten. Es gibt auch die Möglichkeit, über spezialisierte Unternehmen Minibotschaften mit Fotos der Verstorbenen ins All zu schicken.

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