Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Die Gestaltung des Grabes, Grabpflege

Die Art und Weise, wie in den einzelnen Kommunen die Grabstätten heute nach der Bestattung und dem Abräumen der Kränze hergerichtet werden, ist regional sehr unterschiedlich geregelt. Das Gleiche gilt für die Gestaltungsrichtlinien der Grabstätte und das Setzen eines Grabmals.
Grabgestaltung
Hier kann es je nach Trägerschaft – Kommune oder Kirche – bereits innerhalb einer Stadt zu unterschiedlichen Anforderungen kommen. Darüber hinaus erlauben die Satzungen verschiedener Friedhöfe, zum Beispiel in bestimmten Bereichen, eine freie, individuelle Grabgestaltung. Informationen darüber, was erlaubt, nicht gestattet oder vorgeschrieben ist, gibt die jeweilige Friedhofsverwaltung – in der Regel in Form eines Merkblattes. Empfehlenswerter ist deshalb das Gespräch mit einem an dem jeweiligen Friedhof ansässigen Friedhofsgärtner. Er kann Fragen sofort und gezielt beantworten und entsprechende Empfehlungen geben.

Grabsteinauswahl

Die Gestaltungsvorschriften des Friedhofes schränken die Möglichkeiten der Grabsteinauswahl ein. Was möglich ist, kann in der Regel der ansässige Friedhofsgärtner sagen. Der Grabstein muss in der Regel von der Friedhofsverwaltung genehmigt werden. Grabsteine gibt es aus unterschiedlichen Materialien: Marmor, Granit, Basalt, Sandstein oder Gusseisen. Bei der Größe muss sich der Steinmetz an den örtlichen Gegebenheiten orientieren. Um Geld zu sparen, kann ein bereits gebrauchter Grabstein abgeschliffen und aufgearbeitet werden. Die Verzierung mit Ornamenten, Figuren und Symbolen hängt im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten ganz vom persönlichen Geschmack ab. Adressen von Steinmetzen kann man bei den Friedhofsverwaltungen erhalten.  Man sollte sich nicht scheuen, bei mehreren Steinmetzen Angebote einzuholen und die Preise zu vergleichen. Für einen Grabstein muss man mindesten 300 Euro, eher gar vierstellige Beträge ausgeben. Hinzu kommen die Kosten für die Buchstaben, für Symbole, Grabeinfassung und  das Aufstellen das Grabsteins.

Grabpflege

Dauergrabpflege heißt für viele die Lösung. Mit dem Friedhofsgärtner wird besprochen, warum das Grab so aussieht, wie es heute aussieht. Oftmals hat jede einzelne Pflanze eine Bedeutung. Dann kann man die Pflege des Grabes dem Friedhofsgärtner anvertrauen. Der Friedhofsgärtner bespricht mit dem Kunden exakt, welche Arbeiten er ausführen wird. Dann wird vereinbart, dass die Pflege für die nächsten Jahre sichergestellt werden soll. Die Kosten werden als Einmalzahlung an eine Dauergrabpflegeeinrichtung überwiesen. Als berufsständische Organisation ist die Genossenschaft der Friedhofsgärtner eG für das Stadtgebiet Frankfurt und die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH für alle weiteren Orte in Hessen zuständig. Beide Organisationen legen das Geld auf einem gesonderten Treuhand- Konto an und verwalten es nach strengen Anlagerichtlinien. Anfallende Zinsen werden diesem Konto gutgeschrieben. Während der Vertragslaufzeit zahlen beide Stellen die tatsächlich erbrachten Leistungen des Friedhofsgärtners. Eventuelle Preissteigerungen werden durch die Zinserträge aufgefangen. Die Leistungen der Friedhofsgärtner werden dabei regelmäßig von so genannten Grabkontrolleuren überwacht. Schwarze Schafe werden abgemahnt oder sogar aussortiert. Wer den Qualitätsansprüchen der Treuhandstelle nicht nachkommen kann und die ihm übertragenen Grabstätten nur unzureichend pflegt, bekommt die Aufträge entzogen. Diese werden dann in Absprache mit dem Kunden an einen anderen Friedhofsgärtner übertragen. Wer sich davor scheut, den Betrag für die persönliche Vorsorge als Gesamtbetrag im Voraus zu zahlen, hat seit kurzem auch die Möglichkeit, die Summe in monatlichen Teilbeträgen zu zahlen. Mit dieser Regelung muss man sich um nichts mehr kümmern.

Zur Startseite Mehr aus Im Todesfall

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse