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Sterbegeldversicherung

Sterbegeldversicherungen können davor bewahren, durch einen Todesfall in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen. Bestattung, Friedhofsgebühren, Steinmetzkosten und die Erstbegründung eines Grabes summieren sich laut Informationen des Bundesverbandes deutscher Bestatter schnell zu einem Betrag von mehr als 4000 Euro.

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Seit einigen Jahren zahlen die Krankenkassen kein Sterbegeld mehr aus. Das kann Angehörige in große Schwierigkeiten bringen. Zur seelischen Belastung kommen dann auch noch finanzielle Sorgen.
Der Frankfurter Unternehmer Wilhelm Schwind erkannte das Problem schon vor 80 Jahren und gründete 1936 die Bestattungskasse, einen Vorläufer der heutigen Sterbegeldversicherungen. Die Bestattungskasse war zum Zeitpunkt ihrer Gründung eine absolute Neuerung im Versicherungswesen. Als „Kleinstlebensversicherung“ mit Monatsprämien in Höhe von 25 Pfennig konnte man schon damals dafür sorgen, dass  am Todestag unbürokratische die anfallenden Bestattungskosten gedeckt und so selbst dem kleinen Mann ein würdiges Begräbnis ermöglicht wurde. Das Modell hatte regen Zulauf und viele Nachahmer.
Schwind empfiehlt heute eine Sterbegeldverscherung mit einer laufenden Überschussbeteiligung in Höhe von mindestens 4000 Euro. Wie hoch die monatlichen Beiträge sind, kann man mit dem Beitragsrechner auf der Homepage www.schwind-frankfurt.de ausrechnen. Mit einem Monatsbetrag in Höhe von rund 40 Euro kann sich eine rund 60 Jahre alte Frau beispielsweise eine Sterbegeldversicherung in Höhe von 4000 Euro sichern. Die Versicherungssumme wird im Todesfall ausgezahlt und dient so zur Deckung der Bestattungskosten. Je früher man beginnt, einzuzahlen, desto niedriger sind die Monatsbeiträge natürlich. Aber aufgepasst. Viele Versicherer verweisen zwar auf ein anteiliges Anspruchsrecht ab dem ersten Tag, oftmals muss man aber mindestens drei Jahre eingezahlt haben, damit die Hinterbliebenen Anspruch auf die Versicherungssumme haben.
Als Alternative zu Sterbegeldversicherung rät Stiftung Warentest zum Banksparplan. Um das Geld zur Finanzierung einer einfachen Bestattung anzusparen reicht es, zehn Jahre lang jeden Monat 25 Euro anzulegen. Für Sparpläne kann man feste Zinsen bekommen, die für die gesamte Laufzeit gelten. Vorteil ist: Wenn man das Geld doch irgendwann mal dringend benötigt, kommt man noch dran – vor allem wenn man sich fürs Sparen für ein Tagesgeldkonto entscheidet. Nachteil ist: Undisziplinierte Sparer verlieren womöglich die ursprünglich Sparabsicht aus den Augen und geben das Geld doch für etwas anderes aus, statt für die eigene Beerdigung vorzusorgen.
 

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