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Eine wirklich fruchtbare Beziehung

Von Geduld und Ausdauer sind seit 20 Jahren das Erfolgsrezept der HSG Isenburg/Zeppelinheim. So lange hält nämlich bereits die Handballehe zwischen dem TuS Zeppelinheim und dem TV Neu-Isenburg.
Die Jugendarbeit steht im Mittelpunkt bei der HSG, die Mädchen und Jungen sollen schließlich die Zukunft sichern. Die Jugendarbeit steht im Mittelpunkt bei der HSG, die Mädchen und Jungen sollen schließlich die Zukunft sichern.
Neu-Isenburg. 

Als sich am 5. Juni 1997 die beiden Vereine zusammenschlossen, wollten sie dem drohenden Mitgliederschwund entgegenwirken.

2003 gesellte sich mit der TSG Neu-Isenburg ein dritter Verein hinzu. „Damals spielten die Mädchen in Neu-Isenburg bei der TSG und die Jungen beim TV“, berichtet HSG-Abteilungsleiterin Katrin Leukroth von der strikten Geschlechtertrennung in der Sportart Handball in der Hugenottenstadt.

Die Anfangszeit verlief allerdings holprig. Denn leicht war der Zusammenschluss insbesondere für die Kinder auf Grund der schulischen Trennung nicht. „Wir sind nicht zusammen auf eine Schule gegangen, sollten dann aber als Team auf dem Platz stehen“, erzählt die mittlerweile 39-Jährige Vorsitzende. Gerade als sich die Isenburger Mädchen nach einem Jahr an die neue Gemeinschaft gewöhnt hatten, wollte der Vorstand der TSG die Liaison wieder beenden. Notgedrungen beschlossen daraufhin etwa 80 TSG-Handballerinnen ihre Vereinsmitgliedschaft zu kündigen und schworen der Spielgemeinschaft ihre Treue.

In den Folgejahren stand der Ausbau des Kinder- und Jugendtrainings ganz oben auf der Agenda der HSG-Verantwortlichen. Mit der Anschaffung von Vereins-T-Shirts, dem Besuch von Turnieren und Events und der jährlich stattfindenden Weihnachtsfeier wird bis zum heutigen Tag gezielt das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. „Mit unserem Angebot holen wir die Kinder von der Straße und vermitteln ihnen gleichzeitig das tolle Gefühl Handballer zu sein“, nennt Leukroth den Beweggrund für die unermüdliche Arbeit der derzeit 25 Trainer und Betreuer sowie des zehnköpfigen Vorstandes.

Belohnt wird dieses Engagement mit steigenden Anmeldezahlen. 250 Mitglieder – der Großteil davon sind Kinder und Jugendliche – zählt der Club. Diese spielen in der nächsten Saison in neun Teams von der F- bis zur A-Jugend. Außerdem wurden zwei Aktiven-Mannschaften gemeldet. Die Frauen treten in der Bezirksliga A und die Männer in der Bezirksliga B an. Ein Hobbyteam trifft sich ebenfalls einmal in der Woche zum Training.

An die Jahrtausendwende, in denen einst ein Oberliga-Männer-Team für viele positive Schlagzeilen sorgte, erinnert man sich gleichfalls gerne. Wenngleich der Leistungssportgedanke im Moment nicht mehr präsent ist. Bei der Frauenmannschaft geht es nach dem Abstieg aus der Bezirks-Oberliga darum, die Jugendspielerinnen in den Aktiven-Bereich zu integrieren. „Natürlich wollen wir auch gewinnen, aber dabei soll der Spaß nicht zu kurz kommen“, betont die Abteilungsleiterin, die seit vielen Jahren in der Frauenmannschaft auf Torejagd geht.

Nicht immer leicht

Für die Zukunft baut der Club auf steigende Mitgliederzahlen. Wenngleich er – wie andere Vereine auch – unermüdlich um weitere Hallenzeiten und Sponsoren kämpfen muss. „Finanziell ist es manchmal nicht leicht und Klinken putzen ist dann angesagt. Ein Problem ist beispielsweise der elektronische Spielbericht, der seit kurzem vom Verband gefordert wird. Hier mussten wir Laptops anschaffen. Die Kosten wegen fehlender Schiedsrichter fallen ebenfalls schwer ins Gewicht“, sagt Leukroth.

Unterstützung erfährt der Vorstand aber von dem gut funktionierenden Netzwerk der Elternschaft und motivierte Kinder belegen, dass die Spielgemeinschaft damals den richtigen Weg eingeschlagen hat. Und so wird das Motto „Einer für alle, alle für einen“ bei der HSG ohne großes Tamtam, aber mit viel Herz gelebt.

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