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Tischtennis: Möglichst schnell zum Klassenerhalt

Von Viel Spannung und Qualität verspricht diese Saison in der Oberliga Hessen. Aufsteiger TV Dreieichenhain wird allerdings einige Mühe haben, sich in dieser Spielklasse zu bewähren.
Der junge Makoto Nogami wechselte vom TTC Langen nach Dreieichenhain. Foto: Hartenfelser (Hartenfelser) Der junge Makoto Nogami wechselte vom TTC Langen nach Dreieichenhain.
Dreieich. 

Seit etwa zehn Jahren, sagt Felix Pfannemüller, verfolge er das Geschehen in der Tischtennis-Oberliga Hessen. Doch eine so breitgefächerte Spielstärke habe sie seitdem noch nicht gehabt wie 2018/19, findet der Teammanager des TV Dreieichenhain. Es dürfte also so einiges auf den Aufsteiger zukommen in den folgenden Monaten. „Wir versuchen, so schnell wie möglich die Klasse zu halten“, sieht Pfannenmüller den Aufgaben zuversichtlich entgegen.

Gleich zum Start am Sonntag (14.15 Uhr) beim SVH Kassel wird sein Team schon richtig gefordert. Die Nordhessen liebäugeln seit geraumer Zeit mit einem Aufstieg in die Regionalliga, zuletzt waren sie knapp am Meister TG Obertshausen gescheitert – und dies mit einer Bilanz von 32:4 Punkten.

Der TVD hat freilich auf die neue Situation reagiert und seine Mannschaft „aufgefrischt“ – mit einem Südamerikaner, Asiaten und Spieler aus der Nachbarschaft.

Wegen Visa-Bestimmungen können der Kolumbianer Gonzalo Panqueva Mancada (31) und der Indonesier Melkyanus Fernando (18) allerdings jeweils nur in einer Halbserie für den Oberligisten aufschlagen. „Beide sind erstmals in Europa“, erzählt Pfannemüller. In der Hinrunde soll zunächst Mancada sein Können zeigen, und zwar im vorderen Paarkreuz hinter dem Slowaken David Karas (26), der in der vergangenen Saison der wichtigste Akteur des Teams war.

Das mittlere Paarkreuz führt künftig Makoto Nogami an. Der 18-Jährige kam vom bisherigen Ligakonkurrenten und Derbyrivalen TTC Langen. „Wir haben schon sehr lange Kontakt zu ihm. Makoto wird uns verstärken“, schätzt Pfannemüller das Leistungsvermögen des Neuzugangs ein. Da Timo Gass (19) wegen eines Auslandsstudiums im sizilianischen Catania nur bedingt zur Verfügung steht, rückt Marvin Werner (18) häufig auf Position vier auf.

Fürs hintere Paarkreuz sind Filipe Oliveira Neves (30) und Willi Fagioli (17) vorgesehen, wobei Neves aus beruflichen Gründen kaum mehr spielen werde als 2017/18 (sechs Einsätze, Bilanz 6:6). Pfannemüller: „Filipe ist ein Joker für uns.“ Jan Eike Schäfer (28) und Christian Albrecht (17), der aus der Verbandsliga Süd von Blau-Weiß Münster II kam, stehen als Ersatzspieler zur Verfügung.

Ex-Bundestrainer spielt mit

Konkurrenten der Dreieichenhainer im für sie sich abzeichnenden Abstiegskampf könnten der NSC Watzenborn-Steinberg, der TSV Besse und der Gießener SV werden. Prominent besetzt im vorderen Paarkreuz ist indes die TG Langenselbold mit dem zweitligaerfahrenen Christoph Waltemode und Richard Prause. Der 50-jährige Prause spielte lange in der Bundesliga, er war in den 90ern Nationalspieler und führte als Bundestrainer im folgenden Jahrzehnt Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und das DTTB-Team zu Titelehren und Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie Olympia.

Desweiteren sind der TTC OE Bad Homburg II, TV Braunfels, TTC Biebrich, TTC Elz und die TuS Kriftel in der Oberliga Hessen aktiv.

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