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Volleyball: Platz eins ist weg

Die SSG Langen verlor ihren Spitzenplatz in der Volleyball-Regionalliga Südwest an Titelverteidiger TG Rüsselsheim III, der sich gegen Eintracht Frankfurt souverän in drei Sätzen behauptete.
Symbolbild Symbolbild
Langen. 

Die SSG Langen verlor ihren Spitzenplatz in der Volleyball-Regionalliga Südwest an Titelverteidiger TG Rüsselsheim III, der sich gegen Eintracht Frankfurt souverän in drei Sätzen behauptete. Die Langener selbst blieben beim 1:3 (22:25, 17:25, 25:16, 18:25) gegen den TV Feldkirchen punktlos. „Komplett würden wir vielleicht mit 15 Punkten die Tabelle anführen. Doch darin liegt der Hund begraben. Man muss auch erkennen, dass wir deshalb keine Spitzenmannschaft für ganz oben sind, weil unser Kader in der Breite nicht stark genug ist, um Ausfälle von Leistungsträgern zu kompensieren“, gibt sich Trainer Markus Pfahlert trotz des glänzenden Saisonstarts keinen Illusionen hin.

Besonders schmerzlich vermisst wird Team-Kapitän Artur Zarenko, der sowohl in der Annahme als auch im Angriff nicht ersetzbar ist. Ein Muskelfaserriss in der Wade setzt den Außenangreifer für vier bis sechs Wochen außer Gefecht. Auch Mittelblocker Felix Weber, der krank aus dem Urlaub zurückkehrte, musste gegen Feldkirchen pausieren. Für ihn übernahm der sonstige Diagonalspieler Nils Brücken den Posten in der Mitte. Mit Erfolg: Er avancierte zum besten Langener Spieler.

Die SSG startete dennoch stark, lag im ersten Satz schnell mit vier, fünf Punkten vorne. Bei 18:18 glichen die Gäste aus. In der Schlussphase wähnte Markus Pfahlert sein Team vom Schiedsrichter bei vier Punkten benachteiligt. Nach dem eigentlich schon gewonnen geglaubten Durchgang verloren die Langener kurzfristig den Kopf. Ihre Angriffe waren nun überhastet und ohne Struktur, so dass die Volleyballer aus Neuwied mit einem sehr hohen Block und einer beweglichen Abwehr mühelos zu eigenen Angriffen übergehen konnten. Im dritten Satz wechselten die Langener die Aufschlagtaktik, nun kamen die Angaben weniger hart, dafür aber platziert. Dies führte zum glatten Satzgewinn. Doch die Freude wehrte nur kurz. Der Gegner hatte sich auf die Angaben inzwischen gut eingestellt. Die SSG suchte neue Wege, doch diese führten nicht zum gewünschten Erfolg. „Eine bittere Niederlage. Aber Feldkirchen war besser“, sagte Pfahlert.

Der Trainer sieht er auch für die kommenden schweren Aufgaben bei Eintracht Frankfurt und gegen die TG Rüsselsheim III recht schwarz. „In dieser personellen Situation wäre jeder Punktgewinn schon ein Erfolg.“ Der Coach warnt davor, sich schon auf der sicheren Seite zu fühlen: „Die Regionalliga ist bis auf vielleicht eine oder zwei Mannschaften sehr ausgeglichen. Da kann es blitzschnell von einem Spitzenplatz in die abstiegsgefährdete Zone gehen.“

(löf )
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