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Hessenliga: 0:7-Abfuhr: Das Ansehen von RW Frankfurt ist im Keller

Von Beim Einbiegen auf die Zielgeraden sind einige Mannschaften in der Hessenliga aus der Spur geraten – auch Rot-Weiss Frankfurt droht den Anschluss zu verlieren.
Trainer unter sich: Slobodan Komljenovic (links), möglicher neuer Coach der „Roten“, und Eintrachts Niko Kovac verstanden sich gut beim Testspiel des Bundesligisten in Haibach vor gut zwei Wochen. Foto: Huebner/Bremes (Jan Huebner) Trainer unter sich: Slobodan Komljenovic (links), möglicher neuer Coach der „Roten“, und Eintrachts Niko Kovac verstanden sich gut beim Testspiel des Bundesligisten in Haibach vor gut zwei Wochen.
Frankfurt. 

Rot-Weiss Frankfurt ging bei Teutonia Watzenborn-Steinberg spätestens im zweiten Abschnitt die Luft aus: Es setzte ein 0:7 (0:3) im Spiel gegen Ex-Trainer Daniyel Cimen. Gleichzeitig punkteten einige direkte Konkurrenten, allen voran der OSC Vellmar, der die „Roten“ mit dem 1:0 gegen Ginsheim auf den vorletzten Tabellenplatz der Fußball-Hessenliga verwies.

Sich „teuer zu verkaufen“ war der Plan von Rot-Weiss Frankfurt und seinem Trainer Hicham Tahrioui für das Spiel in Watzenborn. Doch spätestens mit dem Eigentor von Kapitän Damir Topcagic zum 0:3 (42.) war dieser Plan hinfällig. Mit weichen Knien und ohne den nötigen Zusammenhalt gab es im zweiten Abschnitt noch vier weitere Gegentreffer. Daniel Szymanski (16.) und Markus Müller (19.) hatten schon früh die Weichen für den Regionalliga-Absteiger auf Heimsieg gestellt, Szymanski traf zudem die Latte (30.). Der ehemalige Rot-Weiss-Angreifer Damian Marceta (62.), Szymanski (71.) und noch zweimal Marceta (74./85.) legten im zweiten Abschnitt nach.

Mit Benjamin Fuilu und Zissis Petkanas hatte Tahrioui zwei „neue“ Spieler im Kader. Mit beiden war er in der Kreisoberliga und der Gruppenliga jeweils aufgestiegen. Nach dem zweiten Coup im vergangenen Frühjahr hatte Petkanas seine Laufbahn eigentlich beendet und nur noch in der „Soma“ gekickt. Fuilu war nach Frankreich weitergezogen, ist seit einigen Wochen zurück und hat nun endlich eine Spielberechtigung. In Watzenborn waren beide je eine Halbzeit lang im Einsatz.

Zeit für ein Fazit

Groß ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt bei Rot-Weiss nun nicht mehr. „Das ist eine Mannschaft, die nicht mehr miteinander spielen will. Es sieht so aus, als fällt das jetzt völlig auseinander – es ist schon tragisch, was man da sieht“, sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende Jürgen Strödter gestern dieser Zeitung. Er bestätigte, dass in den nächsten Tagen wichtige Personalentscheidungen fallen werden – Trainer am Brentanobad soll in der kommenden Saison Slobodan Komljenovic werden. „Dazu sage ich weder ja noch nein, aber es ist Zeit, ein Fazit zu ziehen“, so Strödter. Was im Grunde ja schon eine Bestätigung ist. Ex-Eintracht-Profi Komljenovic coacht aktuell den bayerischen Landesligisten Alemannia Haibach, war vorher bei Viktoria Aschaffenburg und der A-Jugend des FSV Frankfurt Trainer. Und nun heißt es wieder einmal, es stünden externe Geldgeber bereit, die das Engagement eines Trainers bei Rot-Weiss finanzieren würden. Ein Schelm, wer da an das Kapitel Mario Basler denkt.

Während er sich in der Trainerfrage nicht wirklich äußern wollte, nahm Jürgen Strödter in Sachen spielendes Personal übrigens kein Blatt vor den Mund. „Von dieser Mannschaft dürfte kaum einer übrigbleiben. Schließlich geht es auch darum, das Ansehen des Vereins wiederherzustellen, das mittlerweile im Keller ist.“

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