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Fußball: 113 Senioren-Teams gehen in Frankfurt in die neue Saison

Von Seit dem 1. August 2005 ist Rainer Nagel nun schon Frankfurts Kreisfußballwart. Sogar schon seit er 1961 Jugendtrainer wurde, engagiert sich der heute 74-Jährige ehrenamtlich im Fußball.
Im Dienste des Fußballs: Dietrich Stein, Gerhard Richter und Frankfurts „oberster Fußballer“ Rainer Nagel (von links) Im Dienste des Fußballs: Dietrich Stein, Gerhard Richter und Frankfurts „oberster Fußballer“ Rainer Nagel (von links)
Fußball. 

Herr Nagel, wie lautet Ihr Fazit der abgelaufenen Fußballsaison aus Frankfurter Sicht?

RAINER NAGEL: Die Spiele im Kreis sind alles in allem optimal gelaufen. Und für Frankfurt sieht es auch sonst gut aus. Wir haben mit dem Abstieg von Rot-Weiß zwar unseren Hessenligisten verloren, dafür aber mit Bornheim und den Sportfreunden jetzt vier Verbandsligisten. In der Gruppenliga sind mit sieben Mannschaften die Frankfurter immer noch in der Mehrzahl. Was nicht so gut war, waren die Rückzüge von gleich sieben Zweiten Mannschaften.

Die Relegation im Kreis Frankfurt hat sich hingezogen – und am Ende drohte eine weitere Verlängerung, weil zwei B-Ligisten nicht scharf darauf waren, den Aufstieg wahrzunehmen...

NAGEL: Die Verzögerung kam zustande, weil ja erst einmal geklärt werden musste, ob Union Niederrad mit der Ersten Mannschaft in die Kreisoberliga aufstiegt und Platz für die Zweite Mannschaft in der A-Klasse macht. Concordia Eschersheim II war die Mannschaft, die deswegen am längsten warten musste, aber am Ende sind sie ja aufgestiegen und dürften zufrieden sein.

Diese Probleme waren ja irgendwie vorhersehbar, weil die Kreisliga B mit vier Staffeln an den Start gegangen ist.

NAGEL: Stimmt, das war absehbar, weil viele B-Ligisten eine Erste Mannschaft in der A-Klasse haben. Ich will da eine gewisse Schuld auch gar nicht von mir weisen. Die Einteilung war nicht optimal. So kam es, dass Mannschaften Meister geworden sind, die nicht so leistungsstark waren und das auch einschätzen konnten. Andererseits war alles vorher besprochen und festgelegt und jeder wusste, was auf ihn zukommen kann.

Jetzt kommt die C-Klasse aber doch?

NAGEL: Richtig, auch wenn das vom Verbandsspielausschuss noch abgesegnet werden muss. Im Übergangsjahr werden die vier B-Klassen neu eingeteilt, so dass in jeder Staffel einige Erste Mannschaften spielen. Am Ende gibt es vier Direktaufsteiger und jeweils einen Relegationsteilnehmer. Die übrigen Mannschaften bis Platz acht bleiben in der B-Klasse, der Rest geht 2019/20 in die C-Liga. Damit ist der Unterbau dann geregelt.

Einerseits fallen viele Spiele aus, besonders bei den Zweiten Mannschaften, anderseits gibt es immer wieder Neuanmeldungen. Wie denkt man darüber im Kreisfußballausschuss?

NAGEL: Es wird in Frankfurt immer schwieriger mit der Spielplangestaltung. Wir haben ja alleine 38 Doppelbelegungen von Sportplätzen. Makkabi spielt jetzt sogar mit drei Mannschaften. Es gibt jetzt wieder 72 Vereine und 113 Mannschaften im Punktspielbetrieb. Das ist natürlich zu viel. Ich würde mir wünschen, dass Leute, die sich im Fußball engagieren wollen, sich erst einmal bei den bestehenden Vereinen umschauen, ob sie da nicht mitmachen und etwas bewegen können.

Wie lief die Saison 2017/18 in Sachen Fairness? Gefühlt gab es weniger Spielabbrüche und Skandalgeschichten.

NAGEL: Das ist tatsächlich so, sogar in ganz Hessen, wie ich gerade auf der Vorstandssitzung erfahren habe. Wir hatten weniger Abbrüche und weniger Bestrafungen. Und die Möglichkeit, Strafen durch die Teilnahme an Mediationen zu reduzieren, wurde auch angenommen.

Der Kreisfußballausschuss hat wichtige Mitarbeiter verloren. Wie sieht es mit Nachwuchs aus?

NAGEL: Wir hatten tatsächlich viel Pech mit Krankheiten. Und wir haben leider unseren Kreisjugendwart Hajo Döring verloren, der verstorben ist. Rolf Heller und Dietrich Stein arbeiten trotz Krankheit weiter mit und Christian Faust kann nach einem Jahr Klinikaufenthalt nun bald wieder nach Hause. Dazugewonnen haben wir mit Dietrich Becker von Kickers 16 einen Juristen, der im Rechtsausschuss mitarbeitet. Aber klar: Über Nachwuchs würden wir uns sehr freuen.

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