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Fußball-Hessenliga: Am 24. Februar geht es weiter

Von Nicht gänzlich geräuschlos ging in Grünberg die Winterbesprechung der Hessenliga über die Bühne.
Unfreiwillig die Steine des Anstoßes: Die afghanischen Nationalspieler Zubayr Amiri (links) und Khaibar Amani hätte Dreieichs Trainer Rudi Bommer gerne öfters eingesetzt. Unfreiwillig die Steine des Anstoßes: Die afghanischen Nationalspieler Zubayr Amiri (links) und Khaibar Amani hätte Dreieichs Trainer Rudi Bommer gerne öfters eingesetzt.
Grünberg. 

Verbandsfußballwart Jürgen Radeck (Ortenberg), sein Stellvertreter Matthias Bausch (Waldbrunn) und Verbandsschiedsrichterobmann Gerd Schugard (Dipperz) nahmen die „Anschuldigungen“ von Rudi Bommer, Trainer des SC Hessen Dreieich, gelassen entgegen. Radeck wusste die Vorwürfe des Ex-Profis, der Spielplan der Fußball-Hessenliga sei eine „Frechheit“, es treffe „immer nur uns“ und es werde „keine Rücksicht darauf genommen, wann unsere afghanischen Nationalspieler (Khaibar Amani, Zubayr Amiri und Abassin Alikhil, Anmerkung der Redaktion) auf Länderspielreise sind“, schnell zu entkräften: „Ihr müsst eure Hausaufgaben machen und uns die Termine mitteilen. Das ist nicht unsere Aufgabe. Wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen.“

Mehrfach sei der SC Hessen Dreieich vor Rundenbeginn aufgefordert worden, die prekären Termine zu melden, das sei aber nie geschehen. Nach dem Motto: „Pech gehabt, nächster Tagesordnungspunkt“, war dieses Thema bei der Restrundentagung der Fußball-Hessenliga im Sporthotel Grünberg dann auch schon abgehakt.

Auch Bausch weiß natürlich um die Terminprobleme einiger Hessenliga-Clubs, die nicht nur im Punktspielbetrieb, sondern parallel auch im Kreis- und im Hessenpokal Verpflichtungen haben. „Unter all diesen Gesichtspunkten ist das Erstellen eines Spielplans, der allen Vereinen gerecht wird, nicht möglich“, gibt er zu bedenken. Was die jüngste Absagen-Orgie wegen des Wintereinbruchs anging, ist die Hessenliga noch glimpflich davon gekommen. Nachgeholt wird zunächst am 24. Februar, die restlichen Begegnungen folgen in der Osterwoche.

Apropos Ostern. „Es gibt nicht mehr die alte Schiedsrichter-Generation, die am liebsten jeden Tag ein Spiel gepfiffen hätte. Die jüngere Generation will zum Beispiel an Ostern nicht samstags und montags im Einsatz sein. Ergo, bekommen wir ein Problem, weil nicht genügend Gespanne zur Verfügung stehen werden“, klärte Bausch die Vereinsvertreter auf. Davon weiß auch Klassenleiter Radeck ein Lied zu singen: „Jetzt bekommen wir zu spüren, dass wir das Schiedsrichter-Soll auf Wunsch der Vereine in den vergangenen Jahren zurückgefahren haben.“ Statt 15 müssen die Schiedsrichter pro Saison nur noch zwölf Spiele leiten und fünf Schiedsrichter-Sitzungen im Kreis besuchen. „Bald wird es auf Kreisebene Spiele geben, für die gar kein Schiedsrichter abgestellt werden kann“, fügte Bausch noch an.

Für Hessen Dreieich beginnt die restliche Runde schon mit dem Nachholspiel in Fulda am 24. Februar, am 3. März steht dann der erste komplette Spieltag im neuen Jahr an, bei dem unter anderem Rot-Weiss Frankfurt Bayern Alzenau erwartet, Aufsteiger Spvgg. Neu-Isenburg nach Lohfelden muss und Dreieich spielfrei ist.

Wer an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südwest teilnehmen möchte, muss bis Ende April gemeldet haben. Gespielt werden soll am 31. Mai, 3. Juni und am 6. Juni. Ebenso ist die Terminierung die Aufstiegsrunde zur Hessenliga mit den drei Verbandsligisten. Die neue Runde 2018/19 beginnt wieder mit einem vorgezogenen Spieltag am 28. Juli.

17 oder 18 Vereine

Ob die Hessenliga dann mit – wie bisher – 17 oder mit 18 Vereinen starten wird, soll am 3. Februar im Verbandsspielausschuss diskutiert werden. Die Vereine jedenfalls stimmten mit 16:1 für 18 Hessenliga-Vereine. Ein Grund für dieses Votum ist auch die finanzielle Schieflage des KSV Hessen Kassel in der Regionalliga. Wenn der KSV runter müsste, könnte dies durch einen vermehrten Abstieg aus der Hessenliga Auswirkungen bis in die Kreisliga haben. „Das kann nicht sein“, polterten die Vereinsdelegierten. „Warum sollen andere darunter leiden, dass in Kassel wirtschaftlich schlecht gearbeitet wird?“ Dann bitte schön, solle man doch die Zahl der Vereine auf 18 erhöhen.

So geht es nach der Winterpause weiter: Nachholspiele, Samstag, 24. Februar: Borussia Fulda – Hessen Dreieich, SV Steinbach – Teutonia Watzenborn-Steinberg, FC Ederbergland – TSV Lehnerz (alle 14.30 Uhr).

Samstag, 3. März: TSV Lehnerz – Buchonia Flieden (14 Uhr), Teutonia Watzenborn-Steinberg – KSV Baunatal, Borussia Fulda – SC Waldgirmes, FC Ederbergland – SV Steinbach, FSC Lohfelden – Spvgg. Neu-Isenburg, Rot-Weiss Frankfurt – Bayern Alzenau, VfB Ginsheim – Rot-Weiss Hadamar, OSC Vellmar – Viktoria Griesheim (alle 15 Uhr).

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