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Olympia Fauerbach: Appell an die Ehre mit Wirkung

Olympia Fauerbach und die sich diesmal in der Zuschauerrolle befindende DJK Bad Homburg sind die Aufsteiger in die Gruppenliga Frankfurt West.
Langes Bein: Der Griesheimer Zakaria Amjahid versucht den Fauerbacher Marco See zu stoppen. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Langes Bein: Der Griesheimer Zakaria Amjahid versucht den Fauerbacher Marco See zu stoppen.
Frankfurt. 

Zur Halbzeit sah es noch gut aus für den SV Griesheim Tarik. Der Vizemeister der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt führte im letzten Aufstiegsspiel gegen Olympia Fauerbach mit 2:0. Die Griesheimer Fans waren guter Dinge in Sachen Aufstieg in die Gruppenliga Frankfurt West. Ein Sieg mit zwei Toren Unterschied war hierfür nötig. Doch am Ende jubelte der Tabellenzweite der Kreisoberliga Friedberg: Er hatte die Partie nach der Pause noch gedreht und mit einem 4:3-Erfolg den Aufstieg perfekt gemacht. Nebenbei freute sich auch noch die DJK Bad Homburg, die als Zweiter der Aufstiegsrunde ebenfalls aufrückt, da der FFV Sportfreunde in die Verbandsliga aufgestiegen ist.

Fauerbachs Trainer Lars Osadnik konnte sein Glück kaum fassen: „Ich bin überwältigt von der Leistung in der Relegation, eigentlich ist der Kader viel zu klein. Wir haben eine schlechte erste Halbzeit gespielt. Ich habe in der Pause dann an die Ehre appelliert – und jetzt sind wir verdient aufgestiegen.“ Sie Kollege Jorge Huberman führte den Einbruch seines Team auf die derzeitige Fastenzeit für Muslime zurück: „Uns ist die Kraft ausgegangen.“ Erst nach dem 2:2, es war gerade die Sonne untergegangen, genehmigte der Schiedsrichter eine kleine Trinkpause, doch das brachte den Tarik-Spielern nicht mehr die erforderlichen Kräfte zurück.

Vor über 350 Zuschauern, die für eine prächtige Stimmung an der Lärchenstraße sorgten, starteten beide Teams engagiert in die Partie. Allerdings bekamen die Frankfurter so nach und nach Oberwasser. Was auch daran lag, dass von den Gästen aus dem Friedberger Stadtteil in der Offensive zunächst so gut keine Gefahr ausging. Erst recht, nachdem die Gastgeber durch Zakaria Amjahid, der im Strafraum den Ball mit der Brust angenommen und dann getroffen hatte, in Führung gegangen waren (17.). Anas Amjahid legte in der 30. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß das 2:0 nach, der Jubel unter den Tarik-Anhängern kannte keine Grenzen. Kurz zuvor hätte schon Issam Chami das 2:0 erzielen müssen. Dann verhinderte Fauerbachs Keeper Jens Michalak gegen Mostafa El Aadmi einen höheren Rückstand (41.), ehe Fauerbach durch einen Distanzschuss von Ugur Ürün zu einer ersten Chance kam.

Nach dem besagten Pausenappell von Osadnik präsentierten sich die Gäste von einer ganz anderen Seite. Zielstrebig gelang durch einen Doppelschlag von Ürün, der aus 18 Metern traf (55.), und Cristian-Vasile Bodea (56.) der Ausgleich. Die Gastgeber mühten zwar in der Folgezeit um die erneute Führung, doch zwei Konter, die Andreas Baufeldt (85.) und Bodea (86.) erfolgreich abschlossen, beendeten die Griesheimer Träume vom Aufstieg. Das 3:4 von Zakaria Amjahid (90.) war dann ohne Bedeutung.

Griesheim: Bouyiri – El Bachiri, Taadou, Chami, Anas Amjahid, El Aadmi (64. Trauner), Zakaria Amjahid, Naghala, El Mard (80. El Fakiri), Yildiz, El Haj Ali. – Fauerbach: Michalak – Taitschinov, Walther, Botschek, Hartmann, Baufeldt, Ürün, Bodea, Sarkisjan (71. Lauckhardt), Mosler (72. Unverzagt), See (46. Muntean).

(gie,wag)

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