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Fußball-Regionalliga: Auf jeden Fall gut verteidigt

Von Man muss auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Sehr defensiv eingestellte Bornheimer erreichen gegen Elversberg ein 1:1.
Foul? FSVler Andreas Pollasch ist jedenfalls am Boden, die Elversberger Sinan Tekerci (links) und Luca Dürholtz scheint das aber nicht zu stören. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Foul? FSVler Andreas Pollasch ist jedenfalls am Boden, die Elversberger Sinan Tekerci (links) und Luca Dürholtz scheint das aber nicht zu stören.
Frankfurt. 

Wann er zuletzt in des Gegners Kasten getroffen hat, daran könne er sich nicht erinnern, sagte Patrick Huckle. Jedenfalls gelang ihm im Duell mit der SV Elversberg sein Premierentreffer im Trikot des FSV Frankfurt – im 43. Spiel für den Fußball-Regionalligisten. Und es war sogar ein schöner: Aus 23 Metern nahm der linke Außenverteidiger Maß, und der Ball rauschte – leicht abgefälscht – hoch ins Netz (38.). „Ja das kommt selten vor“, kommentierte der 34-Jährige sein Bravourstück. Allerdings reichte es nur zu einem 1:1, denn Alban Meha zirkelte 55 Sekunden nach der Pause einen Freistoß zum Ausgleich ins Eck.

Dass es nicht zum dritten Sieg in Serie reichte, nahm Huckle sachlich zur Kenntnis. Zu drückend war auch die Überlegenheit der Saarländer, die ein Eckballverhältnis von 8:0 verbuchten und gefühlt 75 Prozent Ballbesitz hatten. „Gegen Elversberg muss man gut verteidigen“, sagte Huckle. Das habe weitgehend funktioniert, aber acht Tage zuvor, beim 2:1 im Homburg, sei es noch besser gewesen. „Deshalb“, so das Fazit des grundsoliden Abwehrmannes, „können wir mit dem Punkt zufrieden sein.“

Eine Aussage, die er im Lager der Schwarz-Blauen nicht exklusiv hatte. Dass die Elversberger Dominanz so extrem ausfiel, stimmte Trainer Alexander Conrad schon nachdenklich. Das Spiel gegen den Ball habe sein Team zwar gut umgesetzt. Doch wenn es darum ging, Akzente zu setzen, sei zu langsam agiert worden: „Es wurden auch falsche Entscheidungen getroffen.“

Zu viele Kontermöglichkeiten versandeten im Mittelfeld, insbesondere in der zweiten Halbzeit. Und als eine Viertelstunde vor Schluss sich Stürmer Vito Plut einmal gegen seine Häscher behaupten konnte und Robert Schick in aussichtsreicher Position in Szene setzte, landete der Ball nicht im Netz, sondern im Seitenaus – da wurde mit vollem Risiko das Frankfurter Publikum zum Ächzen gebracht.

Doch das geriet schnell in den Hintergrund bei den Bornheimern. Die Ausbeute stimmt eben seit dem Debakel in Offenbach. „Sieben Punkte aus drei Spielen“, das könne sich sehen lassen, konstatierte Präsident Michael Görner. Allerdings wies der starke Mann der Schwarz-Blauen zurecht darauf hin, dass die Mannschaft noch nicht so stabil sei, um das regelmäßig umsetzen, was sie zu leisten vermag.

Dafür bräuchte der FSV aber auch einen Spielertyp, den es im Kader derzeit nicht gibt. Einer, der sich im Mittelfeld behaupten, Tempo gehen und auch spielerische Akzente setzen kann. Andreas Pollasch kann diese Rolle nicht ausfüllen, der junge Kamil Tyminski ebenso wenig. Ahmed Azaouagh ist zwar technisch versiert, doch er verhaspelt sich nicht selten. Bliebe Ilias Soultani: Der Neuzugang vom Absteiger TSV Schott Mainz sprühte vor Tatendrang, allerdings setzte Coach Conrad ihn nur außen ein – zunächst links und nach einer Stunde rechts, als der 51-Jährige Schick einwechselte.

Denkzettel für Schick

Immerhin steht Conrad wegen abgelaufener Sperren und auskurierter Verletzungen wieder mehr Personal mit mindestens Regional-Erfahrung zur Verfügung. Schick, eigentlich Fixpunkt im Team, beorderte er nach Ende einer Rotsperre zunächst auf die Bank. Ein kleiner Denkzettel für den mitunter impulsiven Mann, der im Testspiel gegen St. Pauli wie sein Kontrahent Dimitrios Diamantakos nach einer Rangelei vom Unparteiischen des Feldes verwiesen worden war.

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