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Volleyball: Aufbaujahr in der Dritten Liga

Von Die Auftaktniederlagen waren ärgerlich, sind aber zu verschmerzen. Denn in dieser Saison hat beim Frankfurter Internat die Aufbauarbeit absolute Priorität.
Ben Stoverink gehört zu den Spielern, deren Zeit im Internat noch nicht beendet ist – und gehört jetzt zu den Erfahreneren. Foto: Marcel Lorenz Ben Stoverink gehört zu den Spielern, deren Zeit im Internat noch nicht beendet ist – und gehört jetzt zu den Erfahreneren.
Frankfurt. 

Nach vielen Jahren mit vier Jahrgängen geht die Frankfurter Ausbildungstruppe des Deutschen Volleyball-Verband (DVV) nach dem Abgang der Abiturienten nur mit jüngeren Spielern (Jahrgänge 2001/2002) an den Start. Anstatt wie bisher üblich in der Zweiten Bundesliga nun in der Dritten Liga. Dort sollen die jungen Spieler aus dem Volleyball-Internat Frankfurt die ersten Gehversuche gegen Männerteams machen, bevor sie, ein wenig älter geworden, wieder eine Etage höher schmettern und baggern.

„Die Stärke der Liga kann ich nicht einschätzen. Ich bin jetzt im siebten Jahr im Internat, aber das erste Mal in der Dritten Liga. Was ich gehört habe, soll TuS Kriftel Aufstiegsambitionen hegen. Mein Ziel ist es, mit der sehr jungen und unerfahrenen Mannschaft mehr Siege als Niederlagen einfahren. Die Priorität hat eindeutig die Ausbildung der Spieler“, unterstreicht Trainer Matus Kalny. Als ein weiteres Ziel gibt der Slowake, der in Personalunion auch die deutsche Jugend-Nationalmannschaft trainiert, die Vorbereitung auf die beiden Höhepunkte im Sommer 2019 an: Die Jugend-Olympiade sowie die Jugend-Weltmeisterschaft.

Neun Leistungsträger verließen nach dem bestandenen Abitur das Internat, sie hinterließen eine große Lücke. Die ältesten Spieler im neuen Kader sind erst 17. In die Führungsrolle hineinwachsen sollen laut Kalný die Jugend-Nationalspieler Jan Breburda (Mittelblocker), Jason Lieb (Zuspiel), Ben Stoverink (Außenangreifer) und Simon Torwie (Diagonalspieler). Außerdem sind im Internat noch fünf weitere Spieler geblieben: Konstantin Hergge (Mittelblocker), mit dem Geburtsdatum 7. Februar 2001 Senior der Mannschaft, Zuspieler Justus Lembach sowie das erst 16-jährige Trio Ben Bierwisch, Aaron Neumann (beide Außenangreifer) und Pascal Eichler (Diagonalangreifer).

Fünf neue Spieler haben sich im Internat einquartiert, von denen zwei in der Startformation auftauchen könnten. Der aus Koblenz gekommene Veit Dobbertin, einziger klassischer Libero im neuen Kader, sowie der aus Flensburg gekommene Mittelblocker Mels Urban. Ebenfalls aus Flensburg kam Außenangreifer Kjell Molzen, aus Freiburg Mittelblocker Ter Lindemann sowie Außenangreifer Mathis Mattmüller.

Am Trainingspensum wird sich im Internat nichts ändern. Am Dienstag und Mittwoch jeweils von 7.30 bis 9 Uhr sind eineinhalb Stunden Kraft- und Balltraining sowie am Nachmittag/Abend zweieinhalb Stunden reines Balltraining angesagt, am Donnerstagnachmittag zweieinhalb Stunden Balltraining sowie anschließend eine Stunde Athletiktraining und am Freitag von 16 bis 19.30 Uhr dreieinhalb Stunden Kraft- und Balltraining.

Bei der ersten Bewährungsprobe sprang für das junge Team ein Punkt heraus. Beim Saison-Auftakt verloren die Frankfurter beim Titel-Aspiranten SV Fellbach II nach einer starken Leistung 2:3 (25:19, 22:25, 18:25, 25:22, 10:15). „Wir haben sehr gut aufgeschlagen und vor allem in den gewonnenen Sätzen eins und vier den Gegner unter Druck setzen können. Das Zuspiel war nahezu perfekt. Die besten Spieler waren Ben Stoverink und Simon Torwie“, resümierte Kalny.

Einen Tag später hatte er beim TV Rottenburg II dafür überhaupt keinen Grund zur Freude. „Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn wir den Satzball im ersten Durchgang verwandelt hätten. So hatten wir nicht den Hauch einer Chance“, sagte er nach dem 1:3 (25:27, 17:25, 25:21, 14:25). „Das Zuspiel war diesmal miserabel, wir mussten meistens gegen einen Doppelblock angreifen. Auch die Aufschläge kamen nicht so gut wie am Vortag. Das schlimmste war aber: Es fehlte der Siegeswille.“

Morgen Heimpremiere

Auf den hofft der Trainer bei der Heimpremiere in der Sporthalle der Carl-von-Weinberg-Schule am Samstag (16 Uhr) gegen die TSG Blankenloch. In sportlicher Hinsicht müssen die jungen Frankfurter das Schlimmste nicht fürchten. Sie haben zwar kein Aufstiegsrecht, können als Ausbildungsteam des DVV aber auch nicht absteigen.

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