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Leichtathletik: „Bisher war ich ein Einzelkämpfer“

Von Bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft 2018 will Neuzugang Joshua Abuaku mit dazu beitragen, dass die 400-Meter-Hürden-Läufer aus Frankfurt auf dem Treppchen unter sich bleiben.
Auf dem Sprung an die Spitze? Joshua Abuaku will sich bei der LG Eintracht an die 50-Sekunden-Marke heranarbeiten. Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Kai Peters (imago sportfotodienst) Auf dem Sprung an die Spitze? Joshua Abuaku will sich bei der LG Eintracht an die 50-Sekunden-Marke heranarbeiten.
Frankfurt. 

Frankfurt ist nun endgültig die Hochburg der 400-Meter-Läufer. Der Deutsche Meister Luke Campbell und Vizemeister Georg Fleischhauer bekamen in der Trainingsgruppe von Volker Beck einen starken Zuwachs: Joshua Abuaku wechselte vom LAV Oberhausen zur LG Eintracht.

„Bisher war ich im Training der Einzelkämpfer, das war ein Problem. Mir war klar, wenn ich ganz an die Spitze will, muss ich mich einer starken Trainingsgruppe anschließen. Die Beste ist in Frankfurt. Mit Volker Beck ist hier auch ein Supertrainer, außerdem habe ich zwei Trainingspartner, an denen ich mich messen kann. Wir können uns gegenseitig stark machen“, begründet der 21-Jährige seinen Wechsel, der 2016 Vierter der Deutschen Meisterschaft war. Den Platz auf dem Treppchen hätte er sich bereits in diesem Jahr zugetraut. Doch er lief die Meisterschaft nur als Vorbereitung für die unmittelbar danach folgenden U23-Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz. Abuaku belegte im Halbfinale in 50,84 Sekunden Platz zwei hinter Campbell, verzichtete dann wegen der EM auf die Finalteilnahme.

Nach der Grundausbildung soll der Fokus ganz auf dem ...

Zur Leichtathletik kam Joshua Abuaku in der Schule. Im Rahmen der Bundesjugendspiele gab es einmal im Jahr einen Waldlauf. Da fiel das Talent des damals Neunjährigen fast zwangsweise auf. „Angefangen habe ich mit dem Mehrkampf.

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Auf den Wettkampf in Polen blickt er mit gemischten Gefühlen zurück. „Das Ergebnis entsprach nicht meinen Erwartungen.“ Im Vorlauf hatte er nach den ersten 200 Metern nichts zuzusetzen und kam nach mäßigen 51,33 Sekunden als Fünfter nur über die Zeitregelung weiter. Zwar konnte er im Halbfinale seine persönliche Bestzeit von 50,79 aufstellen, doch damit schied er aus und musste sich mit Platz zehn begnügen: „Durch den schlechten Vorlauf musste ich auf der Innenbahn laufen, kam erst später in die Gänge.“

Der Traum von einer erneuten EM-Medaille war geplatzt. Die erste bewahrt Joshua Abuaku sorgfältig auf. Die gewann er 2015 bei der U20-Europameisterschaft. Nach Schweden fuhr er mit dem Ziel, das Finale zu erreichen. Das gelang ihm mit einem souveränen Halbfinalsieg locker. Nun wollte er mehr. Er ging das Rennen couragiert an, ließ an der letzten Hürde den Österreicher Dominik Hufnagl stehen und holte sich hinter dem favorisierten Franzosen Victor Coroller die Silbermedaille.

Dies war sein größter internationaler Erfolg. Aber das soll sich 2018 ändern. „Mein Ziel ist die Teilnahme an der Europameisterschaft in Berlin. Dazu muss ich mich noch gewaltig steigern“, sagt er. Die Nominierungs-Norm liegt bei 50,0 Sekunden, also 79 Hundertstel unter seiner Bestzeit. „Ein großer Sprung, aber nicht irreal“, meint er selbst. Sein neuer Trainer traut ihm diese Verbesserung zu. „Er hat eine sehr professionelle Einstellung, ist gewillt, zu lernen und ist steigerungsfähig. Ich halte die 50,0 für reell, bin mir fast sicher, dass er es packt“, sagt Volker Beck

Dafür will Joshua Abuaku fleißig trainieren. „Wegen der Grundausbildung lasse ich die Hallensaison sausen. Denkbar wäre höchstens, falls wir einen guten vierten Mann finden, bei der Deutschen Meisterschaft mit der Eintracht die 4 x 400-m-Staffel zu laufen. Im Januar werde ich wegen der Uni am Trainingslager in Südafrika nur verkürzt teilnehmen, aber Ende März bin ich dort die ganze Zeit dabei. Im Mai folgt dann noch ein Trainingslager auf Teneriffa. Ich will nichts unversucht lassen, um mir meinen Traum und Wunsch zu erfüllen – die schon erwähnte EM-Teilnahme in Berlin.“

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