E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 14°C

Verbandsliga Süd: Bornheim nimmt den Kampf an

Die SG Bornheim/Grün-Weiß setzte sich mit 2:1 bei Rot-Weiss Walldorf durch, hat jetzt vier der letzten sechs Spiele gewonnen und keines verloren.
Symbolbild Foto: Thomas Klein (Sportfoto Klein) Symbolbild
Frankfurt. 

Als im Grunde nicht ligatauglich präsentierten sich beim 2:0 von Rot-Weiss Frankfurt gegen die Usinger TSG beide Teams. Und auch der SV FC Sandzak wird es in der aktuellen Verfassung schwer haben, seinen Platz in der Verbandsliga Süd zu halten – was nicht unbedingt mit der fußballerischen Qualität zu tun hat. Denn die Frankfurter, die gestern mit 2:6 bei Hanau 93 unterlagen, dürften auch noch den Sieg bei Eintracht Altwiedermus aberkannt bekommen, weil sie beim 4:1 den noch gesperrten Geith Hammad eingesetzt hatten. Noch kann der Verein Widerspruch gegen die Entscheidung des Einzelrichters einlegen. Bei Altwiedermus wurde inzwischen übrigens Trainer Heinz-Martin Walther entlassen.

Rot-Weiss Frankfurt – Usinger SG 2:0 (0:0). – Eine schwächeren Gegner hat man am Brentanobad lange nicht gesehen, eine schwächere Vorstellung der eigenen Mannschaft allerdings auch nicht. Dass es am Ende zu drei Punkten für die diesmal von Kopf bis Fuß in gelb spielenden „Roten“ langte, daran werkelten die Gäste eifrig mit. Der Blockadenlöser in Form einer frühen Führung wurde den Frankfurtern eigentlich auf dem Silbertablet serviert: Drei Stürmer gegen keinen Verteidiger hieß es nach vier Minuten, doch Ozan Keskin lupfte den Ball umständlich zu Canel Burcu und der bugsierte die Kugel weit über das leere Tor. Kurz davor und kurz danach war Usingen in Person von Spielertrainer Marcel Kopp zweimal halblinks im Strafraum der Gastgeber aufgetaucht, dann scheiterte einmal Tim Pelka an Rot-Weiss-Keeper Daniel Duschner (26.). Und das wars dann auch schon, was die Gäste in der Offensive zu bieten hatten. Mit einigen alles andere als austrainiert wirkenden Spielern in den Reihen beschränkten sie sich ansonsten darauf, die Räume in der eigenen Hälfte eng zu machen. Das taten sie durchaus schon akribisch und das reichte auch schon, um die seltsam leblos spielenden Frankfurter weitestgehend in Schach zu halten. Dann hatte Keskin einen guten Moment und zog in den Strafraum, legte sich den Ball aber zu weit vor – was Usingens Melvin Laustroer dazu „nutzte“, das Spielgerät aus zwölf Metern mit der Pike im eigenen Tor zu versenken (53.). Nach der Gelb-Roten Karte für Pelka wegen einer Schwalbe (68.) hatten die „Roten“ noch eine gute Aktion: Johnson Toko veredelte den besten Angriff des Spiels mit dem 2:0 (77.). Kurz darauf sah Laustroer „Gelb-Rot“ (79.). Und dann verhinderte mit Torhüter Michael Kornmesser Usingens Bester im Eins-gegen-Zwei mit Toko und Mustafa Saniyeoglu einen weiteren Treffer (86.). Keiner der 95 Zuschauer dürfte traurig über den Schlusspfiff gewesen sein. „Das sah nicht nach großem Ehrgeiz aus“, hatte Rot-Weiss-Präsident Ersan Dincer schon bei Halbzeit zugegeben – und seine Meinung sicher auch bis zum Ende nicht mehr geändert.

Hanau 93 – SV FC Sandzak 6:2 (3:2) – Velibor Velemir brachte die Gäste in Führung (10.), aber Feta Suljic traf binnen kürzester Zeit zweimal auf der Gegenseite (12./13.). Dann war wieder Velemir an der Reihe und besorgte das 2:2 (33.). Khaibar Amani setzte den Schlusspunkt unter eine erste Halbzeit (40.), in der Sandzak laut Trainer Edin Softic „unter dem großen Druck von Hanau einige Fehler gemacht“ hatte. Im zweiten Abschnitt hielten die Frankfurter zunächst gut mit, aber der Favorit legte durch Patrick Gischewski (69./90.) und Suljic (88.) noch drei Tore nach. „Das Ergebnis spiegelt nicht ganz den Spielverlauf wieder. Zwischendurch lag das 3:3 für uns in der Luft“, meinte Softic. Zum Einsatz des gesperrte Hammad gegen Altwiedermus sagte er: „Das Urteil wurde wohl Freitagabend zugestellt und keiner hat mehr ins Postfach geschaut. Auf dem Online-Spielbericht war kein Hinweis auf eine Sperre zu erkennen.“ Im sei allemal klar, dass bei Sandzak „vieles pure Improvisation“ sei.

Rot-Weiß Walldorf – SG Bornheim/Grün-Weiß 1:2 (1:1). – Bornheims Co-Trainer Daniel Krieg-Lieberich vertritt seinen in den Flitterwochen weilenden „Chef“ Maik Rudolf weiter sehr erfolgreich. „Wir haben ihm jetzt zwölf Wochen All-inclusive auf seiner Insel dazugebucht“, scherzte er nach dem Erfolg beim bisherigen Tabellendritten. Zuvor hatten die Frankfurter ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. „Walldorf hat viel Druck gemacht“, räumte Krieg-Lieberich ein. Beim Gastgeber sah man das ein bisschen anders: „Das war mit Abstand die schwächste Saisonleistung“, empfand der Vorsitzende Manfred Knacker. Schon der zweite Angriff der Frankfurter saß: Adrian Richter traf zum 1:0 (36.). Das 2:0 besorgte Kevin Wille auf Vorarbeit von Oktay Bulut, der nach innen zog und maßgerecht zurücklegte (70.). Praktisch mit dem Schlusspfiff war Daniel Beck für Walldorf erfolgreich. (90.). „Der Sieg war verdient, aber tatsächlich andauernd gefährdet, gab Krieg-Lieberich zu und lobte sein Team für die Entwicklung, die es in den letzten Wochen genommen hat: „Wir haben verstanden, dass wir ein paar Prozent mehr den Kampf annehmen müssen und nicht alles spielerisch lösen können in dieser Liga. “

Viktoria Urberach – FFV Sportfreunde 1:2 (1:1). – Mit dem zweiten 2:1-Erfolg binnen vier Tagen haben sich die „Speuzer“ stabilisiert und die vorausgegangenen drei Niederlagen sind so gut wie vergessen. Zumindest aber kann der Aufsteiger den kommenden Wochen als Tabellensiebter zuversichtlich entgegensehen. Die Frankfurter warfen auch wirklich alles in die Waagschale, holten sich sieben Gelbe Karten ab und gruben regelrecht den Platz um. Die Urberacher Führung durch Patryk Czerwinski (26.) hatte nicht lange Bestand, weil Sevket Yildirim ins eigene Tor traf (33.). Fünf Minuten nach Wiederbeginn brachte Georgios Nasios dann die Frankfurter in Führung, die sich anschließend leidenschaftlich gegen den Ausgleich stemmten und lange zittern mussten, weil sie ihre Chancen nicht nutzten.

(rst)

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen